„Dschungel“ ist der Favorit

Anwohner aus dem Neubaugebiet Kerkpatt schmieden bei Ideenwerkstatt Pläne für neuen Spielplatz

Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck (rechts) sammelt mit Eltern und Kindern Ideen für den neuen Spielplatz.
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Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck (rechts) sammelt mit Eltern und Kindern Ideen für den neuen Spielplatz.

Im Neubaugebiet am Kerkpatt sind die meisten Häuser fertiggestellt. Noch vor dem endgültigen Endausbau der Straße soll hier auf einem über 800 Quadratmeter großen Grundstück ein Spielplatz entstehen. Bei der Wahl der Spielgeräte möchte das Team des Kulturbahnhofs nicht allein die Auswahl treffen, sondern die anwohnenden Familien in die Überlegungen einbeziehen.

Walstedde - Am Samstagmorgen hatten Rüdiger Pieck und Maike Haverkamp vom Kulturbahnhof sowie Thomas Braukmann vom Bauhof Anwohner und Interessierte am zukünftigen Spielplatz zu einer Ideenwerkstatt eingeladen. Bereits am Freitagabend bestand die Möglichkeit, sich per Zoom-Konferenz über das Projekt genauer zu informieren.

Gleich zu Anfang zählte Pieck den Eltern auf, woran bei der Anlage eines Spielplatzes gedacht werden muss: Unter anderem beträgt der vorgeschriebene Abstand der Spielgeräte zu den Nachbargrundstücken und zur Straße drei Meter. Diskutiert wurde, ob der Spielplatz unter einem bestimmten Thema stehen soll, Sand, Rasen oder Holzschnitzel als Untergrund in Frage kommen und Bäume als Schattenspender gewünscht werden.

„Niemand darf glauben, dass der Spielplatz schon morgen fertig ist, es dauert rund ein Jahr bis zur Eröffnung“, stellte Pieck klar. Um es den Anwohnern leichter zu machen, hatte das Kulturbahnhofteam auf einen Tisch einen ganzen Stapel Spielgerätekataloge zur Inspiration verteilt. An einem anderen Tisch konnten Ideen aufgemalt und an einem dritten Tisch Ideen aufgeschrieben werden.

Nach einigen Überlegungen und ersten Vorschlägen stand schnell fest, dass man sich nicht sofort auf ein einheitliches und passendes Thema einigen konnte. So reichten die Wünsche vom Schloss über den Dschungel, der als heißer Kandidat ins Rennen geht, bis zum Bauernhof. Einzig eine Eltern-Kind-Schaukel sei von nahezu allen Anwesenden gewünscht worden, informierte Haverkamp.

Ideenwerkstatt inmitten der Baustelle: Eltern und Kinder, die teils jetzt schon im Baugebiet Kerkpatt wohnen, planten einen Spielplatz.

Aus allen gesammelten Ideen wird das Kulturbahnhof-Team demnächst einen Plan entwerfen. Dabei, so machte Pieck deutlich, sei klar, dass nicht jeder Wunsch berücksichtigt werden könne. Der erste Entwurf wird den Eltern per E-Mail zugeschickt, die dann die Gelegenheit haben, mögliche Einwände und Anregungen vorzubringen. Der zweite, dann überarbeitete Plan, wird auf der Sitzung des Sozialausschusses den Politikern vorgestellt. Sobald die Genehmigung erteilt wird, beginnen die Kulturbahnhofmitarbeiter mit dem Einholen der Angebote und dem anschließenden Bestellen der Geräte. Rund zehn Wochen Lieferzeit müsse man derzeit einplanen.

Für den Bau des Spielplatzes, der optimaler Weise im Winter erfolgt, ist Thomas Brauckmann verantwortlich. Regelmäßig kontrolliert der Bauhofmitarbeiter gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Janz sämtliche Spielplätze in der Stadt und den drei Ortschaften. Im Frühjahr sollten die Geräte stehen, sodass, falls gewünscht, der Rasen eingesät werden kann. Erst wenn der neue Rasen begehbar ist und Zäune das Grundstück sichern, kann der Spielplatz freigegeben werden.

50 000 Euro stehen für das Projekt bereit. „Für das Geld kann man schon einen ganz ordentlichen Spielplatz bauen“, teilte Haverkamp mit. Bei dem Spielplatz am Kerkpatt handelt es sich um einen Quartierspielplatz, der speziell für das Neubaugebiet errichtet wird.

Dass man den Platz schon vor dem Endausbau der Straße fertigstellen möchte, hat einen ganz einfachen Grund: „Die Familien wohnen schon jetzt hier, da macht es keinen Sinn, noch lange zu warten“, sagt Pieck, der sich für die Eröffnung ein Wunschziel gesetzt hat: Läuft alles glatt, dann können die Kinder bereits am 1. Juni 2022 auf dem Spielplatz an der Sonnenwiese spielen.

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