Respekt vor Rückzug

AKK gibt auf: So denken heimische Politiker darüber

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Die Rückzugsankündigung von Annegret Kramp-Karrenbauer ist auch in Drensteinfurt auf Überraschung gestoßen.

Mit der Ankündigung ihres Rückzuges habe Annegret Kramp-Karrenbauer die gesamte Partei überrascht, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker.

Kreis Warendorf – AKK gelte großer Respekt, so Sendker weiter: „Ich möchte der Bundesvorsitzenden ausdrücklich meinen Dank aussprechen, dass sie die CDU in einer sehr schweren Zeit geführt hat!“ In Thüringen hätten leider nicht alle wie sie klare Kante gezeigt.

In diesem Zusammenhang appelliert Sendker an alle CDU-Mitglieder, nach dem „Desaster der Thüringer CDU“ vor allem Geschlossenheit zu wahren, damit sich Derartiges nicht wiederhole. Für den Westkirchener CDU-Bundestagsabgeordneten bleibt es für die CDU bei den überzeugenden christlichen Grundsätzen und er stellt klar, dass es auch zukünftig keine Zusammenarbeit weder mit rechts und auch nicht mit links geben dürfe.

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Was nun die Kandidaturen für die Neuwahl zum Parteivorsitz anbelangt, habe die CDU gewiss keinen personellen Notstand. Insofern empfiehlt Reinhold Sendker neuerlich ein innerparteiliches Bewerbungsverfahren. Schließlich äußert sich Sendker noch zu weiteren Konsequenzen und meint: „Thomas Kemmerich und Mike Mohring sollten sich gänzlich aus der Politik zurückziehen.“ Denn nach dem, was man in der vergangenen Woche erleiden musste, sei ihr Mitwirken dort entbehrlich.

In Ruhe nach einem Nachfolger suchen

Nach Henning Rehbaum, CDU-Landtagsabgeordneter, verdient der angekündigte Rückzug größten Respekt. „Annegret Kramp-Karrenbauer kam, um die CDU als Volkspartei zu erneuern. Jetzt macht sie den Weg frei, um die CDU zu stärken“, so der Christdemokrat. Die Partei solle nun in Ruhe nach einem Nachfolger suchen und nichts überstürzen. An einer Personaldebatte wolle er sich nicht beteiligen. Wichtig sei, dass der zukünftige Vorsitzende stärker die soziale Marktwirtschaft in den Vordergrund rücke. Das sei der Markenkern der CDU.

Für Heinz Töns, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Drensteinfurt, ist der Rückzug von AKK nun folgerichtig. Die CDU müsse nun schnell wieder in die Spur finden. In der Thüringen-Krise habe sie kein gutes Bild abgegeben. Einen Wunsch-Kandidaten für die Nachfolge hat er nicht. „Mal sehen, wer alles seinen Hut in den Ring wirft“, so Töns.

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