Angehörige weiter willkommen: Besuche im Malteserstift sind trotz derzeitiger Corona-Situation möglich

Die Vorsichtsmaßnahmen im Malteserstift in Drensteinfurt haben sich gut bewährt, Besuche bleiben weiterhin möglich.
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Die Vorsichtsmaßnahmen im Malteserstift haben sich gut bewährt, Besuche bleiben weiterhin möglich.

Der Corona-Inzidenzwert im Kreis Warendorf liegt aktuell bei 59,7. Obwohl der Kreis damit zum Risikogebiet zählt, hat sich im Malteserstift nichts verändert.

Drensteinfurt – Seitdem das Seniorenheim nach dem Lockdown im Mai seine Türen wieder für Besucher geöffnet hat, haben sich die Vorsichtsmaßnahmen gut bewährt, Besuche bleiben weiterhin möglich.

Jeannette Möllmann, Heimleiterin im Seniorenstift, hat die Corona-Gefahr gut im Griff. Und doch sagt sie: „Ich bin besorgt.“ Dabei denkt sie aber nicht an ihre Bewohner, die sie Dank der getroffenen Maßnahmen in Sicherheit weiß. „Es macht mir Angst, wenn ich höre, mit welcher Inbrunst gefeiert wird“, sagt sie. Natürlich sei es menschlich, sich zu treffen und zu umarmen, aber sie wünsche sich, dass sich die Menschen für eine gewisse Zeit zurücknehmen, auch im Interesse ihrer Bewohner. Eben für diese gibt es einen gut durchdachten und äußerst akribischen Corona-Schutzplan.

Schutzmaßnahmen für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter

„Besucher dürfen kommen“, versichert die Heimleiterin, aber nur nach telefonischer Anmeldung zum vereinbarten Termin. Dabei werden die Termine so koordiniert, dass mindestens 15 Minuten zwischen den Terminen liegen, damit es nicht zum Stau kommt. Direkt am Eingang trägt sich jeder Besucher in eine Liste ein. Nach der Händedesinfektion wird die Temperatur kontrolliert und eine frische Mund-Nasen-Maske zur Verfügung gestellt, die während des gesamten Aufenthaltes im Malteserstift getragen werden muss.

Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, steht dem Besuch des Angehörigen nichts mehr im Wege. Dass die Gäste von außerhalb gesund sein müssen, versteht sich von selbst. Gerade für das Wochenende hat das Heim zwei Aushilfskräfte eingestellt, die die Besucherregelung unterstützen.

Getestet wird im Malteserstift nur, wenn ein Bewohner Symptome hat und bei Neuzugängen. Letztere müssen mit negativem Test kommen und werden nach fünf Tagen erneut getestet.

Vorsichtsmaßnahmen beim Pflegepersonal

Hat ein Bewohner Symptome, wird er nicht nur getestet, sondern muss auch die Quarantäne einhalten, bis der Test negativ ist. Die Vorsichtsmaßnahmen erstrecken sich dann auch auf das Pflegepersonal, das nur in Schutzkleidung mit dem Betroffenen in Kontakt treten darf. Auf diese Weise ist sich Jeannette Möllmann sicher, das Virus aus dem Haus fernzuhalten. Sie unterstreicht ihr Anliegen: „Uns ist es aber wichtig, dass unserer Bewohner auch weiterhin besucht werden dürfen.“

Ihr ist es wichtig, dass die Bewohner des Malteserstifts weiter Besuche empfangen können. Heimleiterin Jeanette Möllmann weist aber darauf hin, dass eine telefonische Vorabmeldung unabdingbar ist.

Sieben aktive Corona-Fälle in Drensteinfurt

Während im gesamten Kreis Warendorf die Zahl der Neuinfektionen weiter gestiegen ist, entspannt sich in Drensteinfurt die Lage. Hier ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle auf sieben zurückgegangen. Der Grund: Drei Infizierte haben sich wieder gesund gemeldet, eine Neuinfektion gab es nicht.

Der Kreis Warendorf meldet hier am Montag hingegen erneut einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen – im Vergleich zum Vortag wurden 26 weitere Coronavirusfälle registriert. Gleichzeitig haben 26 Personen die Infektion überwunden. Somit gibt es unverändert 219 akute Fälle im Kreis.

Seit März haben sich 1 365 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Hiervon sind 1 125 Menschen wieder gesund. Unverändert 21 Menschen sind bisher in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit sechs Patienten stationär behandelt.

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