Seit 15 Jahren motiviert im Einsatz

So fand Andrea Küching den Weg zum DRK-Blutspende-Team

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Sie sorgten bei der jüngsten Blutspende in der Lambertus-Grundschule für die Verpflegung der Blutspender (von links): Annette Roski, Hildegard Sasse, Brigitte Horstkötter-Ontrup, Maria Diekmann und Gisela Staljan.

Walstedde – Sie möchten denen etwas Gutes tun, die anderen etwas Gutes tun. Fünf Damen sorgen dafür, dass die Blutspender nach der Spende mit belegten Brötchen und Getränken versorgt werden. Eine von ihnen ist Andrea Küching.

Seit 15 Jahren übt Andrea Küching den Verpflegungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes während der Blutspende im Lambertusdorf aus. Die Walstedderin war eigentlich schon immer ehrenamtlich unterwegs. „Für mich ist das selbstverständlich“, sagt sie. In der Kindheit habe sie erlebt, wie die Mutter und ihre Tante regelmäßig und umsonst für andere da waren. 

In Walstedde, als ihre beiden Töchter noch klein waren, übernahm sie Verantwortung im Vorstand von Fortuna und als Übungsleiterin der Mutter- und Kindgruppe. Als sie eine Stelle als Erzieherin in einer Kita im Hammer Norden annahm, wuchs ihr Familie, Arbeit und Ehrenamt über den Kopf. Sie gab alle Ehrenämter ab, um dann festzustellen „Mir fehlt etwas“.

"Muss machbar sein" 

Als sie hörte, dass die Damen beim DRK-Blutspendedienst für die Verpflegung Verstärkung suchten, habe sie gedacht: „Viermal im Jahr ein Nachmittag muss doch machbar sein.“ Sie stellte sich Gisela Staljahn vom Verpflegungsteam als potenzielle Helferin vor und wurde mit offenen Armen im Team aufgenommen. Ihre Bedenken, dass die vier Damen aus Rinkerode, die sich offenbar schon lange kannten, sie vielleicht ausschließen würden, bestätigten sich nicht. „Ich gehörte von Anfang an dazu, wir sind eine tolle Gruppe, die Zusammenarbeit ist gut“, lobt sie. Seitdem schmiert sie Seite an Seite mit Annette Roski, Hildegard Sasse, Brigitte Horstkötter-Ontrup und Gisela Staljan die Brötchen. Die vier Damen aus Rinkerode übernehmen seit vielen Jahren den Verpflegungsdienst, sogar in allen drei Ortsteilen.

Andrea Küching aus Walstedde engagiert sie seit vielen Jahren ehrenamtlich. Früher war sie im Vorstand von Fortuna und Übungsleiterin der Mutter- und Kindgruppe. Jetzt unterstützt sie das Verpflegungsteam des DRK bei den Blutspendeterminen im Lambertusdorf.

An Blutspendetagen in Walstedde schmiert das Team rund 200 Brötchen, schnibbelt rohes Gemüse, sorgt für die verschiedensten Getränke und dafür, dass jeder Spender seine obligatorische Tafel Schokolade erhält. Schon gegen 15.30 Uhr bereitet das Team in der Küche der Lambertusschule alles liebevoll vor, dazu gehört auch die Dekoration der Tische. „Die Menschen sollen sich ja wohlfühlen“, sagt Küching. Dass ihnen das gut gelingt, wissen sie, denn viele Spender bedanken sich herzlich für ihre Arbeit. „Für uns ist das eine richtige Bestätigung“, erklärt die Walstedderin. 

Bis 21.30 Uhr der letzte Spender geht, dauert ihr Dienst, zu dem natürlich auch die Nachsorge des gebrauchten Geschirrs gehört. 

Zahl der Spender sinkt

Eines hat Andrea Küching in den 15 Jahren beobachtet: „Es kommen heute weniger Spender als zu Beginn“, sagt sie. Heute würden sich auch immer weniger Menschen ehrenamtlich einsetzen, glaubt Küching. Ein wichtiger Grund sei die fehlende Zeit, da viele beruflich eingespannt seien. Eine Entwicklung, die sie mit Sorge beobachte, denn sie ist sich sicher: „Wir brauchen das Ehrenamt.“ 

Die 53-Jährige hat den Funken auf jeden Fall auch auf ihre beiden Töchter Judith und Rebekka überspringen lassen. Sowohl beim Sport als Übungsleiter oder auch in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche waren oder sind die jungen Frauen aktiv. Wer Lust hat, das Verpflegungsteam zu verstärken, kann sich während der Blutspendezeiten bei Giesela Staljan melden.

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