Baugebiet „Bahnhofsumfeld“

Straßenendausbau soll schon bald beginnen

80 Prozent der Häuser stehen bereits im Baugebiet „Bahnhofsumfeld“
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80 Prozent der Häuser stehen bereits im Baugebiet „Bahnhofsumfeld“

80 Prozent der Häuser stehen bereits im Baugebiet „Bahnhofsumfeld“. Jetzt diskutieren die Kommunalpolitiker im Bauausschuss über den Straßenendausbau. Eine Straße bereitete Kopfzerbrechen.

Drensteinfurt – Der Straßenendausbau im Bebauungsplangebiet „Entwicklungsbereich Bahnhofsumfeld“ rückt näher. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt stellte Dipl.-Ing. Rodegang Elkendorf vom beauftragten Ingenieursbüro Gnegel GmbH die Straßenendausbauplanung vor, die die Ausschussmitglieder anschließend absegneten. Kopfzerbrechen bereitet ihnen allerdings die beiden Querungen der Veloroute mit der Wittekindstraße.

Rund 80 Prozent der Hochbebauung sei vollzogen, berichtete Elkendorf. „Wir wollen jetzt den Straßenendausbau ausschreiben, kündigte er an. Für den Straßenendausbau an Wittekind- und Harkortstraße ist ein Zeitfenster von September/Oktober dieses Jahres bis zum Sommeranfang des kommenden Jahres vorgesehen. Tatsächlich soll die Bauzeit aber deutlich kürzer sein.

„Die beauftragte Firma kann sich in diesem Rahmen den für sie günstigsten Zeitpunkt aussuchen“, erklärte Elkendorf. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten dann, wenn alles nach Plan verläuft, innerhalb von etwa drei Monaten.

In diesem Zeitraum gilt es, etwa 3000 Quadratmeter des in verkehrsberuhigten Zonen typischen Pflasters zu verlegen und 16 Stellplätze – zehn innerhalb einer Stellplatzanlage (teils mit E-Ladesläulen) und sechs im Straßenbereich – zu schaffen und Grünbeete sowie Grünflächen anzulegen.

„Der Ausbaustandard soll deutlich machen, dass es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt, auch wenn man das entsprechende Schild übersieht“, betonte Elkendorf. Überall gelte die Regelung rechts vor links.

Kein Vorrang für Radfahrer

Das war der einzige Punkt, an dem die Ausschussmitglieder – über die Parteigrenzen hinweg – Kritik äußerten. Sie hätten es lieber gesehen, wenn in den beiden Bereichen, in denen die geplante Veloroute die Wittekindstraße kreuzt, die Radfahrer Vorrang gewährt bekämen.

Diese Meinung teilt auch der Planer. Aber: „Dafür gibt es vom Kreis Warendorf kein Okay“, bedauerte er. Und Bauamtsleiter Christoph Britten erklärte: „Es handelt sich um einen verkehrsberuhigten Bereich, dort sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt und es gilt Schrittgeschwindigkeit auch für Radfahrer.“

Dass die Veloroute durch einen verkehrsberuhigten Bereich führe, sei grundsätzlich unglücklich, fand Elkendorf. Ähnlich sah es Bürgermeister Carsten Grawunder. „Wenn wir uns da nicht mit dem Kreis einig werden und die Radfahrer dort keinen Vorrang bekommen, macht die Veloroute an der Stelle keinen Sinn“, sagte er.

Da es ansonsten keine Kritikpunkte an dem Planwerk gab, stimmte der Ausschuss bei einer Enthaltung einstimmig zu.

Am Donnerstag, 17. Juni, möchten die Verantwortlichen den Anwohnern die Planungen vorstellen – Corona-bedingt im Rahmen einer Online-Versammlung. Dabei kann es noch zu kleineren Änderungen im Planwerk kommen, etwa wenn Straßeneinbauten den Grundstückszufahrten angepasst werden müssen.

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