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Sieben Gruppen machen bei 72-Stunden-Aktion mit

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Die Messdienerschaft aus Rinkerode verpasste der Bahnunterführung an der Stellastraße/Pröbstingweg einen neuen Anstrich.
Die Messdienerschaft aus Rinkerode verpasste der Bahnunterführung an der Stellastraße/Pröbstingweg einen neuen Anstrich. © M. Wiesrecker

DRENSTEINFURT/RINKERODE -  Sieben Drensteinfurter Gruppen waren am Freitag den ganzen Tag im Einsatz, um sich im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des BDKJ zu engagieren.

Fachmännisch pflastern und hämmern die Jugendlichen der KLJB Rinkerode; der Untergrund für den Unterstand mit einer Sitzgruppe ist fast fertig. An der Abzweigung/Eickenbeck in der Nähe der B54 soll ein Ruheplatz für Fußpilger entstehen. Sie sind eine der Gruppen, die unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ an der Sozialaktion des BDKJ teilnehmen.

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn informierte am Donnerstag im Malteserheim: „120 000 Jugendliche aus ganz Deutschland, 1 200 Jungen und Mädchen in 37 Gruppen aus dem Kreisdekanat Warendorf beteiligen sich an der 72-Stunden Aktion.“

Auch die Messdienerschaft Rinkerode war eifrig bei der Sache. Die Bahnunterführung in Rinkerode, die durch Graffiti verschmiert war, wurde gereinigt, gestrichen und neu bemalt. Bei beiden Projekten stand der Heimatverein beratend zur Seite. „Wir haben uns für das Projekt entschieden, weil uns das Bemalen viel Spaß macht und weil auch die jüngeren Messdiener mithelfen können“, erklärte Dominik Bittner, Ansprechpartner der Messdiener.

Die 72-Stunden-Aktion ist aber auch ein Lernfeld außerhalb der Schule. So hatte sich der fünfte Jahrgang der Teamschule Drensteinfurt gleich vier Projekte ausgesucht. Beim Kulturschnuppertag waren der Klasse 5c die verwilderten Beete am Bahnhof aufgefallen. So entschlossen sie sich, dort Unkraut zu jäten und Sonnenblumenkerne zu säen. Mit Begeisterung waren die Kinder bei der Sache und hatten viel Spaß bei der gemeinsamen Aufgabe.

In das Natur-Kinder-Haus in Drensteinfurt zog es die Klasse 5 d. Im Klassenverbund war zuvor überlegt worden, den Kindergartenkindern neue Spielgeräte, Aktionsspiele oder Musikinstrumente zu zeigen. „Es ist schön zu sehen, wie gern die Kinder Verantwortung für die Kleinen übernehmen“, bemerkte Lehrerin Maren Krebs. Und die Leiterin der Kindertagesstätte, Amira de Laer, ergänzte: „Alles geht so ruhig zu, die Kinder sind sehr fürsorglich.“ Im Kindergarten St. Regina gab es für die Klasse 5 b richtig viel zu tuen. Die Jungen durften ihre Kräfte beim Austauschen des Spielsandes im Sandspielbereich beweisen, während die Mädchen die begeisterten Kinder schminkten.

Die Außenwohnanlage in Rinkerode war das Ziel der Klasse 5 a. Durch eine Mitschülerin war die Klasse auf das Projekt aufmerksam geworden. Hier wurde ein Blumenbeet angelegt, Unkraut gejätet und Sonnenblumen und Zierkürbisse ausgesät. Trotz der anstrengenden Arbeit herrschte auch dort allgemeine Zufriedenheit. Die Malteserjugendlichen setzten bei der Verschönerung des Gartens am Übergangswohnheim auch auf die Beteiligung der Bevölkerung. Für ein gutes Gelingen ist also auch die Kooperation der Vereine und Verbände und privat Helfenden erforderlich.

Der Erfolg der Sozial-Aktion und die zahlreiche Beteiligung der Kinder und Jugendlichen scheinen ein hoffnungsvolles Zeichen für die Bereitschaft zu helfen und für Interesse an der Gesellschaft zu sein. - mew

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