110. Renntag im Sportpark Erlfeld in Drensteinfurt

Perfekter Tag für Familie Holzschuh beim Renntag in Drensteinfurt: Hochzeit und Sieg im Fahrer-Cup

Der 110. Renntag mit zehn Rennen und 3.000 Zuschauern war ein großer Erfolg.
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Der 110. Renntag mit zehn Rennen und 3.000 Zuschauern war ein großer Erfolg.

Sonnenschein, tolle Pferde und Fahrer, ein großartiges Publikum und ein sensationeller Wettumsatz: Der 110. Renntag im Erlfeld war ein großer Erfolg.

Drensteinfurt - Zu Beginn des ersten Rennens waren die Zuschauerreihen noch überschaubar, nach und nach füllte sich das Erlfeld, am Ende war die Veranstaltung ausverkauft. Denn es durften ja nicht mehr als 3.000 Zuschauer kommen. Die Organisation war hervorragend, alles verlief reibungslos. Über zwei Eingänge gelangten die Besucher in ihren Sektor. In jedem Sektor gab es auch eigene Wettbüros, Getränke und Essenstände.

Zehn Rennen waren angekündigt und verliefen – von einigen Abmeldungen abgesehen – planmäßig. Direkt beim ersten Rennen zeigte Jochen Holzschuh, dass er nicht nur Glück in der Liebe, sondern auch beim Sport hat, denn er gewann mit dem Pferd Graf Bismarck das erste Rennen nach zwei Jahren auf der Grasrennbahn in Drensteinfurt - nur wenige Minuten, nachdem er im Erlfeld Julia Koch geheiratet hatte. Für den Dülmener zog sich der Glücksfaden durch den ganzen Tag. In drei Rennen ging er als Sieger über die Ziellinie, je einmal erlangt er den zweiten und dritten Platz. Seine Erfolge brachten ihm dem mit 750 Euro dotierten ersten Platz im Fahrercup ein.

110. Renntag im Sportpark Erlfeld: Hochzeit und Sieg im Fahrer-Cup - Teil 1

110. Renntag im Sportpark Erlfeld in Drensteinfurt
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110. Renntag im Sportpark Erlfeld in Drensteinfurt
110. Renntag im Sportpark Erlfeld in Drensteinfurt
110. Renntag im Sportpark Erlfeld: Hochzeit und Sieg im Fahrer-Cup - Teil 1

Auch seine Schwester Nicole Holzschuh siegte auf „I‘ ve got mail“. Beim Trabrennen ließ die 19-Jährige ihre Konkurrenz weit hinter sich. Auf den zweiten Platz kam Sylvia Reiff ebenfalls eine Schwester Holzschuhs, mit dem Pferd Terpie Burgerheide.

Weniger Glück hatte der Holländer Rob de Vlieger, ebenfalls Anwärter auf dem Fahrer-Cup Sieg. Nachdem er in den ersten vier Rennen erfolglos war, gelang es ihm doch noch der zweite Platz und damit das Preisgeld von 500 Euro.

Der einzige Drensteinfurter Teilnehmer, Rodegang Elkendorf, erreichte im siebten Rennen mit dem Pferd Coco Chanel den vierten Platz. „Coco Chanels Stärke ist der Start in der ersten Reihe, den hatte sie hier nicht. Für die zweite Reihe ist sie mutig losgegangen, ich bin mit der Platzierung zufrieden“, sagte er und fügte an: „Es ist nicht leicht, von hinten aufzuholen.“ Besonders erfreulich war der Wettumsatz, der schon nach dem 5. Rennen bei 60.000 Euro lag. Am Ende kam das sensationelle Ergebnis von fast 116.000 Euro zusammen.

110. Renntag im Sportpark Erlfeld: Hochzeit und Sieg im Fahrer-Cup - Teil 2

110. Renntag im Sportpark Erlfeld in Drensteinfurt
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110. Renntag im Sportpark Erlfeld: Hochzeit und Sieg im Fahrer-Cup - Teil 2

Viel Applaus gab es für die beiden Pferde, die aus Altersgründen nicht mehr am Rennen teilnehmen. Merle Schroth, die mit ihrem Pferd „My Star“ als Facebook Star bekannt ist, bescherte das letzte Rennen einen unerwarteten Erfolg. „Mit dem dritten Platz habe ich nicht gerechnet“, sagte sie glücklich.

Zufrieden waren auch die Besucher – wie Heike Klappstein, die aus Rathingen mit ihren beiden Töchtern sowie der Enkeltochter angereist war. „Wir wollten die Rennbahn in Drensteinfurt immer schon kennenlernen“, berichteten sie. Weil Ferien sind, habe das geklappt und sie seien begeistert. „Wir kommen wieder“, versprachen sie.

Bürgermeister Carsten Grawunder vollzog die Hochzeit von Julia Knoch und Jochen Holzschuh im Erlfeld. Kennengelernt hatten sich die Brautleute durch ein Pferd aus dem Stall Drensteinfurt.

Ein erster Höhepunkt des Renntages - noch ehe sich ersten Pferde auf die Rennbahn begeben hatten - war die Hochzeit von Jochen Holzschuh und Julia Knoch. Eine Hochzeit mitten im Erlfeld auf der Rennbahn hat es noch nie gegeben. Es war eine Premiere, sowohl für den Rennverein als auch für Bürgermeister Carsten Grawunder. Bei der Pferdeliebe und Rennleidenschaft der beiden Brautleute Jochen Holzschuh und Julia Knoch hätten Ort und Zeit für die Hochzeit nicht besser gewählt werden können.

Dabei kann sich nicht jeder im Erlfeld trauen lassen. Diese Ehre muss man sich verdienen. Das Brautpaar habe das in vielerlei Hinsicht getan, so der Bürgermeister. Schließlich ist Jochen Holzschuh auf der Trabrennbahn in Drensteinfurt kein Unbekannter, seit mehr als 15 Jahren nimmt er mit seinen Pferden äußerst erfolgreich daran teil, und auch seine Frau Julia Knoch ist in Stewwert bereits Rennen gefahren.

2005 hat sich das Paar über das Pferd Casanova d‘Amour aus dem Stall Drensteinfurt kennengelernt. Es galt als schwierig und Julia Knoch, als seine Fahrerin, bekam den Tipp es in die Obhut von Stall Holzschuh zu geben. In seiner Ansprache verriet Grawunder, dass der in Münsigen geborene Jochen Holzschuh seiner langjährigen Lebensgefährtin auf ihrem Geburtstag einen Heiratsantrag gemacht hatte und beim Rennen in Dinslaken auf die Idee gekommen sei, beim Renntag in Drensteinfurt zu heiraten. Eine Idee, die beim Rennverein großen Anklang fand.

Vor und nach der feierlichen Zeremonie im Pagodenzelt im Erlfeld fuhr das Brautpaar mit ihrem gemeinsamen Sohn Jonas mit der Kutsche ein und nach der Ehrenrunde wieder aus. Viel Zeit blieb nicht, denn der Bräutigam wechselt direkt danach seinen Anzug mit dem Jockey-Overall, denn nur wenige Minuten später ging er im ersten Rennen an den Start. Für die Hochzeitsgesellschaft war auf dem Platz ein Zelt aufgebaut worden von wo aus sie die Rennen verfolgen konnten.

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