Zweite Ideenwerkstatt will Nachbarschaftstreffpunkte

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Rege diskutiert wurden Anlaufstellen unterschiedlicher Art in allen Ortsteilen.

BÖNEN - Gut besucht war die zweite Ideenwerkstatt des Integrativen Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) am Mittwochabend. Das Thema Integration, Nachbarschaft und Ehrenamt interessierte 30 Bönener.

Wie schon das Thema Verkehr in der Vorwoche hatten Stadtplaner Alfred Körbel und seine Mitarbeiterin Myriam Blobel von plan lokal das Thema statistisch aufbereitet und die Thesen der Ortsteilspaziergänge zusammengefasst. Die Erkenntnis: Vor allem in den dünner besiedelten Außenbezirken der Gemeinde bestünde ein funktionierendes Nachbarschaftsnetzwerk. Bönen zeichne sich ansonsten durch eine Fülle von Vereinen und Ehrenamtlern aus.

Drei Punkte sollten die Bönener dann in ebensovielen Arbeitsgruppen weiter ausarbeiten. Zum einen sollten die Alte Mühle und die Gebäude der Ermelingschule als Begegnungsstätten betrachtet werden. Dann sollten die Begrifflichkeiten Ehrenamts- und Tauschbörse mit Inhalt gefüllt werden. Integrationsbeauftragte Nadine Krämer als Sprecherin der Arbeitsgruppe konzentrierte die Fragestellung auf die Nachfrage und Befriedigung von Dienstleistungen. „Das muss nicht nur Hilfe sein – man könnte die älteren Menschen auch beschäftigen“, meinte sie. Eine Onlineplattform sei ebenfalls denkbar.

Bönen biete wenig Raum für Familienfeiern, meinte Jörg Grünewald zum Thema Ermelingschule. Angedacht wurde zudem ein touristisches Zentrum mit Unterbringung von Radlern oder ein Schullandheim. Außerdem könne man den Sportplatz am Butterwinkel aufgeben, wenn der an der Schule auf Normmaß gebracht würde.

Für die Mühle schlug AG-Sprecherin Anne Suermann einen ehrenamtlichen Hausmeister vor. Der solle Schlüsselgewalt haben, so dass das Wahrzeichen auch nach Feierabend der VHS als Nachbarschaftstreffpunkt genutzt werden könne. „Auch als kultureller Treffpunkt für alle Kulturen.“ Die Frage, ob Wertschätzung von Integration oder besseres Miteinander bei allen Einwohnern gefragt sei, stellten sich die Anwesenden mit Blick in die Runde zu Recht, wo kein Mitbürger mit Migrationshintergrund zu entdecken war.

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