Zwei Wochen Haft für Neonazi aus Bönen

BÖNEN/UNNA ▪ Mitte Februar war der Mann in der Unnaer Innenstadt von der Polizei kontrolliert worden. Die Beamten waren vor Ort, weil ausländerfeindliche Parolen gerufen wurden. Sie erwischten sie unter anderem den 19-jährigen Bönener. Ein Polizist fand bei ihm Aufkleber mit Hakenkreuzen.

Wegen des Verwendens von verfassungsfeindlichen Symbolen musste sich der Neonazi gestern vor Jugendrichter Christian Johann verantworten. Dort schwieg der Bönener zu dem Vorwurf, den der Staatsanwalt verlesen hatte. Als Zeuge sagte der Polizist aus, der den Mann seinerzeit in der Unnaer Innenstadt durchsucht hatte. Dieser bestätigte, die Hakenkreuze bei ihm gefunden zu haben. „Wer solche Zettel hat, der will sie auch verbreiten“, schloss der Richter aus dem Fund. „Und das ist ja auch nicht das erste Mal, dass sie auffallen“, richtete sich der Jurist an den jungen Mann. Dieser nickte kurz. Tatsächlich war der Bönener erst kurz vor der Tat vom Amtsgericht Unna wegen einer identischen Straftat verurteilt worden. 300 Euro Geldbuße und 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit sollte er ableisten. Gelernt hatte er aus diesem Urteil offensichtlich nichts, „deshalb wird es nun Zeit für eine freiheitsentziehende Maßnahme“, befand der Staatsanwalt und beantragte vier Wochen Dauerarrest.

Das Gericht blieb mit seiner Entscheidung unter diesem Antrag und schickte den Bönener für zwei Wochen in den Arrest. Wann er diesen antreten wird, bleibt offen. ▪ jek

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