Zuständig für Bönen: Sandra Schröder ist neue IHK-Regionalbetreuerin

Sandra Schröder, Fußgängerzone Bönen
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Die neue IHK-Regionalbeauftragte Sandra Schröder freut sich über ihre neue Aufgabe in Bönen. Dabei will sie auch die Fußgängerzone als Einkaufsmeile in den Blick nehmen.

Die Industrie- und Handelskammer Dortmund hat eine neue Regionalbetreuerin für Bönen. Sandra Schröder kennt sich in der Gemeinde bereits bestens aus.

Bönen – Mit Blick auf die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen nimmt Bönen im gesamten Bereich der Industrie- und Handelskammer für Dortmund, den Kreis Unna und Hamm den Spitzenplatz ein. Die Zahl ist von 3300 im Jahr 1980 auf aktuell über 8000 Beschäftigte (ohne Handwerk) gestiegen. „Dieses Wachstum ist einzigartig in unserem Bezirk“, freut sich Sandra Schröder auf ihre neue Aufgabe. Die 44-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin aus Lütgendortmund tritt als IHK-Regionalbetreuerin für Bönen die Nachfolge von Fabian Lauer an. Der wechselt zur IHK Wiesbaden.

Bei ihrem Antrittsbesuch in der WA-Redaktion hatte Sandra Schröder noch eine weitere positive Nachricht parat. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse in den Bönener Betrieben ist von 39 im Vorjahr auf 51 gestiegen (Stand jeweils 31. Mai). „Das ist bisher eine Steigerung von 30,8 Prozent“, freut sich die IHK-Frau (seit 2003), die mit ihrer Familie in Lütgendortmund zuhause ist. Zum Vergleich: Die Zunahme beträgt im Kreisdurchschnitt nur 7,8 Prozent. Bönen ist also auch hier Spitze.

Betriebe im Kreis Unna zeigen hohe Ausbildungsbereitschaft

Das könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, so Sandra Schröder, dass viel zu viele Jugendliche immer noch keine geeignete Ausbildungsstelle gefunden haben. Sie wirbt deshalb für die Teilnahme an der virtuellen Ausbildungsmesse in der kommenden Woche. Bönener Unternehmen, die noch Auszubildende suchen, seien schon dabei. „Es wäre natürlich super, wenn auch Schulabgänger aus Bönen das Angebot nutzen würden“, betont Sandra Schröder.

Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe im IHK-Bezirk sei trotz der Corona-Pandemie ungebrochen groß. „Wir liegen da bei über 90 Prozent“, sagt sie.

Ihren Antrittsbesuch bei Bürgermeister Stephan Rotering hat Sandra Schröder bereits gemacht und zur Wirtschaftsförderung des Kreises Unna hat sie ebenfalls Kontakt aufgenommen. Bald werde sie auch das Gespräch mit der Bönener Interessengemeinschaft (BIG) suchen, um ein Netzwerk für die Firmen in der Gemeinde aufzubauen.

Kita im Industriegebiet

Die Gemeinde, die hier ansässigen Unternehmen und die Gewerbegebiete sind ihr nicht fremd. Bönen sei als Ort mit 19 000 Einwohnern mit vier Vertretern in der IHK-Vollversammlung ja auch im Parlament der Industrie- und Handelskammer stark vertreten und stelle mit Christian Zurbrüggen sogar einen Vizepräsidenten. Hinzu kämen Dr. Christian Rose (Bio-Security), Andreas Welser und Folke Wölfer.

Zudem sitzt die Diplom-Betriebswirtin in der Jury des Wettbewerbes „Pluspunkt Familie“ an der sich auch Bönener Firmen beteiligen. Von daher kennt sie zum Beispiel Bestattungsunternehmer Martin Schulte.

Von Anfang an begleitet hat sie auch die Gründung und Entwicklung der Betriebskindertagesstätte „Merschzwerge“ am Anfang der Siemensstraße, denn die Vereinbarung von Beruf und Familie ist für die Mutter zweier Kinder ein Schwerpunktthema bei der IHK. Daher hatte sie auch Kontakt zu den Kita-Initiatorinnen bei GEA Farm Technologies und in der Zentrale des Textildiscounters Kik. Die „Maulwürfe“ hat inzwischen die Trägergesellschaft PMI übernommen, ein Unternehmen, das auf die Führung auf Betriebskindergärten spezialisiert ist. Im Kreis Unna kennt sich Sandra Schröder auch deshalb bestens aus, weil sie acht Jahre IHK-Regionalbetreuerin für Werne war.

Wirtschaftsgespräch im Oktober

Ihr Aufgabenspektrum umfasst außerdem die berufliche Bildung und Fachkräftesicherung einschließlich der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Mit Blick auf Bönen versteht sie sich als Ansprechpartnerin für alle Unternehmen und Geschäftsleute. „Jeder kann mich bei Fragen und Problemen kontaktieren, um auch unser Netzwerk zu nutzen. Egal, was er auf dem Herzen hat“, sagt Sandra Schröder. Sie hofft auf möglichst viele neue Kontakte in der Gemeinde.

Dazu soll auch das jährliche IHK-Wirtschaftsgespräch dienen. Das hat Sandra Schröder bereits auf den 28. Oktober terminiert – in der Hoffnung, dass die Corona-Pandemie bis dahin weit genug überwunden ist, um den Austausch wieder als Präsenzveranstaltung durchführen zu können. Sie ist deshalb auch schon auf der Suche nach einem geeigneten Ort beziehungsweise Gastgeber in Bönen.

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