Zufahrt weiter gesperrt

Hält die Wand noch? Statik der Brandruine muss geprüft werden

abgebrannte Scheune am Telgenbusch
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Von der Scheune am Telgenbusch, in der sich eine Autowerkstatt befand, ist nur noch eine Ruine übrig. Ob die Wand zur Straße standfest ist, muss nun ein Statiker prüfen.

Ob es sich bei dem nächtlichen Großbrand am Dienstag um Brandstiftung handelt oder einen technischen Defekt, das hat ein Gutachter inzwischen auf dem Gelände am Telgenbusch vor Ort untersucht. Das Ergebnis, sagt ein Polizeisprecher, liege aber noch nicht vor.

Bönen – Denkbar sei auch, dass durch den heftigen Brand in diesem Fall Spuren gar nicht mehr auffindbar sind, die Aufschluss über die Ursache geben, vermuten Experten. Genauen Aufschluss wird aber erst die abschließende Expertise des Brandsachverständigen geben.

Besitzer unterliegt der Sicherungspflicht

Nun ist die Frage, was weiter mit der Brandruine passieren wird. Derzeit gilt das stark beschädigte Gebäude als einsturzgefährdet, besonders die Wand zur Straße, sodass niemand das Gebäude und das angrenzende Gelände betreten darf. Auch Aufräumarbeiten dürfen dort aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

Zunächst hat die Gemeinde deshalb die Zufahrt zu der Scheune abgesperrt. „Die Sperrung gilt so lange, bis der Nachweis der Standsicherheit des Gebäudes erbracht ist“, so eine Sprecherin des Kreises Unna. Der Kreis als Bauordnungsbehörde hat – in enger Absprache mit der Gemeinde – in dem Verfahren den Hut auf. „Wir fordern den Eigentümer auf, jetzt einen Statiker zu beauftragen, der klärt, ob das Gebäude standsicher ist“, heißt es aus dem Kreishaus.

Werkstattbetreiber will sich nicht äußern

Kosten, die zunächst auf den Besitzer zukommen, der die Verkehrssicherungspflicht hat. Ob eine Versicherung die Kosten übernimmt, hängt davon ab, ob für die Scheune eine Gebäudeversicherung existiert und zu welchem Ergebnis der Sachverständige bei der Brandursache kommt. Schließlich wurde die Scheune als Autowerkstatt genutzt, in der verschiedene brennbare Stoffe lagerten. Fahrzeuge im Gebäude und auf dem Gelände wurden bei dem Brand ebenfalls beschädigt, beziehungsweise komplett zerstört. Der Werkstattbetreiber will sich zu dem Brand und dem entstandenen Schaden nicht äußern.

Sollte der Eigentümer nicht in der Lage sein, die Kosten für ein statisches Gutachten und mögliche notwendigen Sicherungs- oder Abrissmaßnahmen aufbringen zu können, würden diese im schlechtesten Fall zulasten der öffentlichen Hand, also Gemeinde- oder Kreishaushalt, gehen.

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