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Fehlende OGS-Plätze: Gemeinde verhandelt über siebte Gruppe an der Hellwegschule

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Von: Bernd Kröger

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Die Betreuung an der Hellwegschule ist gefragt. Es muss eine siebte Gruppe eröffnet werden.
Die Betreuung an der Hellwegschule ist gefragt. Es muss eine siebte Gruppe eröffnet werden. © © Andreas Rother

177 Anmeldungen für 150 OGS-Plätze an der Hellwegschule. Die Gemeinde will zügig klären, wie Familien ohne Betreuungsplatz ab August versorgt werden.

Bönen – Fünf Jahre noch, dann ist es mit dem gern betonten „Bemühen“ nicht mehr getan: Ab dem Schuljahr 2026/27 haben Eltern von Grundschulkindern einen Rechtsanspruch darauf, dass ihre Sprösslinge in den ersten vier Schuljahren verlässlich betreut werden, wie es die allermeisten Mütter und Väter aus den Kindergärten und Tageseinrichtungen heute schon gewohnt sind. Dort gilt der gesetzliche Anspruch schon seit 2013 flächendeckend ab dem vollendeten ersten Lebensjahr.

Die Gewähr soll unter anderem die Nervenprobe erübrigen, der sich zum kommenden Schuljahr noch die Eltern von 31 Jungen und Mädchen beim Übergang in die Schule stellen müssen, weil es für das Modell Offene Ganztagsschule (OGS) zum kommenden Schuljahr wieder mehr Anmeldungen als Plätze an den beiden Bönener Grundschulen gibt.

Gesprächen mit „Bildung und Lernen“ laufen

Die Gemeinde hat daher noch einmal darauf hingewiesen, dass sie mit der Trägerin der OGS-Betreuung, der Awo-Tochter „Bildung und Lernen“ gGmbH, aktuell Gespräche führt mit dem Ziel, allen 177 an der Hellwegschule dafür angemeldeten Kindern einen Platz anbieten zu können. Dort ist der Überhang bei bisher 150 Plätzen besonders groß. Für je 25 Kinder wird eine Gruppe aufgemacht. Es braucht also eine siebte, dann wären bei der erlaubten Aufstockung um zwei Knirpse alle versorgt. So läuft es nach Auskunft von Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte auch bei 104 Anmeldungen für 100 Plätze an der Goethe-Schule. Die Entscheidung über die Aufstockung soll zügig fallen, die Gemeinde will die Familien prompt informieren.

Verteilung nach Bedarf, nicht mehr im Wettstreit

Bei der Verteilung der Plätze kam es erstmals nicht mehr zum Wettbewerb der Familien nach Eingang der Anträge. Vielmehr sollte geschaut werden, dass alle Eltern mit dringenden Betreuungsbedarf versorgt werden. Beim Verfassen des dafür aufgelegten Formulars zu den persönlichen Lebensverhältnissen sind die Verantwortlichen aber etwas unbedarft zu Werke geschritten, wie Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte kürzlich im Schulausschuss anmerkte. Es musste unter Datenschutzgründen überarbeitet werden – hat seine Wirkung aber wohl nicht verfehlt, wie die stetig steigende Nachfrage zeigt

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