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Allein zu Haus: Amtstierarzt gibt Hund in Obhut – „Drohungen im Netz“

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Von: Jürgen Menke

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Der Hund (hier ein Symbolbild) war offenbar Tag und Nacht alleine zu Hause, wurde aber zwischendurch versorgt.
Der Hund (hier ein Symbolbild) war offenbar sich selbst überlassen, wurde aber zwischendurch versorgt. © dpa / Monique Wüstenhagen

Der Amtstierarzt des Kreises Unna hat am Samstag einen Hund in Obhut gegeben, der offenbar allein zu Hause war, während sich die Halter auf Reisen befanden. Das Tier sei nun gut versorgt, heißt es.

Bönen – Von dem Fall berichtete die Kreisbehörde am Samstagabend. Demnach war der Vierbeiner Nachbarn wegen seines Gebells aufgefallen. Seit Tagen hätten sie sich Sorgen um das Tier gemacht.

Das Thema erreichte die sozialen Medien und habe dort „für helle Aufregung gesorgt“, so der Kreis. Gegen den Hundebesitzer habe es im Netz „zum Teil massive Drohungen“ gegeben.

Futter und Auslauf

Laut dem Kreis hatten die Halter den Hund nicht mit auf ihre Reise nehmen wollen und deshalb zu Hause gelassen. „Zwar wurde offensichtlich dafür gesorgt, dass der Hund versorgt und mehrfach am Tag ausgeführt wurde“, teilt die Behörde mit. Gleichwohl sei das Tier ansonsten sich selbst überlassen gewesen. Sein Gebell habe vor allem in der Nacht Aufsehen erregt.

Inzwischen ist Ruhe eingekehrt im Umfeld der Wohnung. Den Angaben nach hat ein Amtstierarzt das Tier am Samstag untersuchen und „in die Obhut eines erfahrenen Hundefachmanns“ geben können.

Halter auf Rückweg

„Der Kreis Unna hatte das Vorgehen mit der Gemeinde Bönen und deren Ordnungsamt abgestimmt“, heißt es. Ob zur Inobhutnahme des Hundes die Wohnung aufgebrochen werden musste oder Kontakt zu den Haltern beziehungsweise zu der Person bestand, die den Hund gefüttert hat, wird nicht berichtet.

Laut Kreis ist „zunächst sichergestellt, dass der Hund körperlich unversehrt ist“. Gut versorgt könne er nun die Rückkehr seiner Halter erwarten. Diese befänden sich auf dem Rückweg und würden das Tier bereits am Montag erneut dem amtlichen Tierarzt vorstellen. „Dabei werden auch die weiteren Umstände zu Haltung und Unterbringung des Tieres geklärt“, so der Kreis Unna.

Hunderte Kommentare

Über den Vorfall in Bönen berichtete zunächst „Ausblick am Hellweg“. Demnach hat der private Hundeschutzhof „Lifetime for dogs“ den Fall im Netz öffentlich gemacht. Unter dem Ursprungspost hätten sich bis zum Samstagmorgen bereits über 1000 Kommentare gesammelt, heißt es.

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