Zehnjähriges Bestehen: Royal Squeeze Box präsentiert Musikgenuss im Förderturm

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Seit zehn Jahren stehen Aaron Perry (rechts) und Roman D. Metzner als Royal Squeeze Box auf der Bühne. Bei ihrem Konzert im Zechenturm Bönen holten sie sich zur Verstärkung die 19-Jährige Sina Doering, als „Sina Drums“, dazu.

Bönen - Bönen oder besser dem Förderturm Königsborn III/IV wurde am Freitagabend eine besondere Ehre zuteil. Die Royal Squeeze Box feierte dort zehnjähriges Bühnenjubiläum, natürlich mit Songs rund um Queen. 120 „geladene“ Gäste feierten mit. Und sie schenkten den beiden Musikern die Chorstimme zu „Save me“, Schlüsselrasseln in Ermangelung einer Fahrradklingel zu „Bicycle race“ und natürlich jede Menge Applaus für mehr als zwei Stunden beste Unterhaltung.

Vorweg: Aaron Perry und Roman D. Metzner blieben an diesem Abend nicht allein mit ihrem Publikum. Zum Gesang und dem Akkordeon gesellte sich in der zweiten Hälfte ein Schlagzeug: Die 19-Jährige Sina Doering, als „Sina Drums“ Youtube-Heldin mit mehreren Millionen Aufrufen, setzte sich hinter das in Hälfte eins noch verwaiste Schlagzeug. „Eine Premiere“, erklärte Fleur Vogel vor den ersten Takten, „mal gucken, ob´s klappt.“ Die frühere Kulturbeauftragte der Gemeinde Bönen ist eine sehr gute „Bekannte“ Perrys.

Eine ganz eigene Akustik

Akkordeonkönner Metzner moderierte den Abend, fragte gleich nach dem Opener „Somebody to love“, ob der Sound stimme. „Der Turm ist ja als Location schön, oder besser originell“, habe aber eine „sehr eigene Akustik.“ Das Auditorium gab das „Okay.“ Die Frage kam nicht von ungefähr: Perry und Metzner bevorzugen, wie beim ersten Konzert in Bönen vor drei Jahren, Kirchen als Konzertsaal. Die Alte Kirche war aber belegt an diesem Termin. Ihre Show setzten die beiden Queenfans mit der musikalischen Perle „Don´t try so hard“ fort. Perry gab Frontmann Freddie Mercury in Stimme und mit dessen exaltierter Bühnengestik, Metzner den Rest des Originalquartetts. Mit einem der komplexesten Stücke der Rockgeschichte, nämlich „Bohemian Rapsody“, endete der erste Akt. Und beide nutzten die Chance, sich solistisch hervorzuheben. Perry mit der Opernarie zu Beginn, Metzner mit Brian Mays berühmten Gitarrensolo, dabei angefeuert vom Musikerkollegen an der Luftgitarre.

Royal Squeeze Box im Bönener Zechenturm

Reminiszenz an die Bergbauvergangenheit

Der zweite Teil des Konzerts begann mit einer Reminiszenz an den Bergbau. Metzner schritt, von Fördervereinschef Herbert Jüttner mit Helm und Grubenlampe ausgestattet, die Treppe runter in die Rasenhängebank. Und Schlagzeugerin Sina spielte mit, gekonnt wie auf ihren Youtube-Videos, wo sie übrigens bei „Bohemian Rapsody“ Taktgefühl zeigt. Nicht einfach: Die Drums spielen ja nicht durchgängig.

Dort hin, wo alles begann

Ihr erstes zehnjähriges Bühnenjubiläum hatte die „Königliche Quetschkommode“ zwar schon im Frühling in der Dortmunder Heimat gefeiert. Der Bönener Auftritt am Freitag war aber der passendere: „Sie haben tatsächlich auf dem Weihnachtsmarkt damals angefangen“, erinnert Vogel. Der Auftritt im Zechenturm war nicht nur wegen der personellen Erweiterung ganz groß. Auch die Lichtshow erreichte an diesem Abend beinahe das bombastische Niveau von Queen. Anders als bei normalen Geburtstagen gaben die Gäste nicht nur, sie bekamen auch: Zwei Zugaben mit „Great Pretender“ und „Who wants to live forever“ und jeder Menge Ohrwürmern. Die Melodien von Queen bleiben haften. Auch weit über den Tod des Sängers hinaus. Metzner übernahm die Melodiestimme bei „Mother love“ einem Song, den Mercury nicht mehr fertig erlebte.

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