Weniger Arbeitslose in Bönen und Bergkamen

Zahl der Arbeitslosen im Kreis Unna sinkt wieder

Agentur für Arbeit
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Es gibt gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt für Nachrodt.

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Unna wieder gesunken. Auch neue Zahlen zur Kurzarbeit im Kreis liegen vor.

Kreis Unna - Ende September waren 514 Menschen im Kreis weniger arbeitslos als noch vier Wochen zuvor. Das geht aus der aktuellen Statistik der Agentur für Arbeit hervor. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozent auf acht Prozent. Vor einem Jahr betrug sie allerdings nur 6,6 Prozent. Im September 2019 waren bei der Agentur 14 119 Männer und Frauen ohne eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gemeldet, jetzt sind es 17 031.

Von der aktuell positiven Entwicklung profitieren die Menschen in allen kreisangehörigen Städten – nur in Selm stagnierte die Arbeitslosenzahl bei 976. Den höchsten Rückgang verzeichnete Holzwickede mit 41 Betroffenen weniger auf nunmehr 552.

In Bönen fanden in den vergangenen vier Wochen 20 Menschen eine neue Beschäftigung. Damit ging die Arbeitslosigkeit in der Gemeinde um 2,5 Prozent auf 769 Beschäftigungslose zurück. Den größten Anteil daran haben die Langzeitarbeitslosen. 273 Bönener sind länger als ein Jahr ohne Arbeit. Ende August waren bei der Arbeitsagentur noch 789 Bewohner der Gemeinde gemeldet, die eine Arbeitsstelle suchten, vor einem Jahr waren es 589.

In Bergkamen fanden in den vergangenen vier Wochen 80 Menschen eine neue Beschäftigung. Damit ging die Arbeitslosigkeit in der Stadt um 3,1 Prozent auf 2529 Beschäftigungslose zurück. 962 Bergkamener sind länger als ein Jahr ohne Arbeit. Ende August waren bei der Arbeitsagentur noch 20609 Bergkamener gemeldet, die eine Arbeitsstelle suchten, vor einem Jahr waren es 2082

Über 3600 Menschen in Kurzarbeit

Welch großen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Beschäftigten im Kreis Unna hat, zeigt auch ein Blick auf die Kurzarbeit-Statistik der Arbeitsagentur. Dort sind seit Anfang März insgesamt 3664 Anzeigen auf Kurzarbeit für 71 762 Beschäftigte eingegangen. Damit sind oder waren rund die Hälfte (53,8 Prozent) aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Unna von Kurzarbeit betroffen.

Mittlerweile liegen erste Hochrechnungen für die tatsächlich in Anspruch genommene Kurzarbeit für März und April vor. Im April, dem ersten vollständig von den Folgen des Shutdowns betroffenen Monats, wurde Kurzarbeitergeld im Kreis Unna an 37 918 Beschäftigte aus 2333 Betrieben ausgezahlt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanzkrise, zeigten knapp 780 Betriebe für rund 16 600 Menschen im Agenturbezirk (Hamm und Kreis Unna) Kurzarbeit an.

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