SPD wirft Verwaltung fehlende Initiative nach GWA-Brand in Nordbögge vor

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Auf Initiative Nordbögger Bürger und nicht der Verwaltung nahm Ulrich Quass vom LANUV in dem vom Brand am meisten betroffenen Bönener Ortsteil Proben. 

Bönen - Die Nordbögger fühlen sich nach dem Großbrand von der Gemeindeverwaltung im Stich gelassen. Das prangern Ratsherr Martin Holz und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Olaf Weinmann in einem offenen Brief an Bürgermeister Stephan Rotering an.

„Wir hätten uns von der Verwaltung und von Ihnen mehr Initiative erhofft“, erinnern sie die Verantwortlichen im Rathaus daran, dass ein Großteil des Rauches, des Rußes und Brandreste in Nordbögge niedergegangen sind. 

Nur aufgrund der Eigeninitiative einzelner Bürger und „leider nicht durch die Verwaltung oder durch Sie als Bürgermeister“, sei die Naturschutzbehörde im Auftrag der Bezirksregierung nach Nordbögge gekommen, um mit Probenahmen zu prüfen, ob Obst und Gemüse bedenkenlos verzehrt werden können.

„Leider kam von der Verwaltung keine Initiative, um das in Erfahrung zu bringen“, heißt es in dem offenen Brief. Eine Informationsveranstaltung vor Ort wäre nach dem Brand sehr hilfreich gewesen, um Fragen besorgter Bürger aufzunehmen und sich um Antworten zu kümmern, so Olaf Weinmann und Martin Holz, der auch Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Nordbögge ist.

Großbrand in GWA-Anlage in Bönen - Der Sonntag in Bildern

„Wie stellen Sie sich denn das weitere Vorgehen vor? Müssen sich wieder einzelne Nordbögger darum kümmern, dass wir die Ergebnisse von den Proben bekommen, um dann alle Betroffenen zu informieren oder kann dies von der Verwaltung übernommen werden“, fragen die Sozialdemokraten den Bürgermeister etwas provokant. 

GWA-Großbrand in Bönen: Feuerwehrdrohne im Einsatz

Sie weisen Rotering zudem darauf hin, dass in Nordbögge viele ältere Menschen leben, die nicht Internet und Warn-Apps nutzen, um sich zu informieren. Am ersten Brandtag hätten viele erst von Nachbarn erfahren, dass sie sich nicht im Freien aufhalten und Fenster und Türen schließen sollen, empfehlen sie, zukünftig auch konventionelle Wege für Informationen zu nutzen. 

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