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Der Wind blies die "Flamme" auf der Bönener Superkerze aus

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Lichtkünstler Wolfgang Schubert sowie Norbert Doller, Herbert Lammers und Herbert Jüttner vom Förderverein (von links) vor dem erleuchteten Turm. Der Wind verhinderte, dass die "Flamme" auf den Dach sichtbar wurde.

Bönen - Das Spektakel wollten sich zahlreiche Bönener und gleich zwei Fernsehsender (WDR und RTL) nicht entgehen lassen: Am Donnerstagabend sollte sich der Zechenturm in eine riesige Kerze verwandeln. Der Wind machte allerdings einen Strich durch die Rechnung. 

Nur Günter Wagner, der unermüdliche Initiator der großartigen Aktion, fehlte am Donnerstagabend am Förderturm, als Lichtkünstler Wolfgang Schubert aus Castrop-Rauxel das Bönener Wahrzeichen mit seinen Scheinwerfern in eine überdimensionale Kerze verwandeln wollte. 

Das klappte allerdings nicht, weil der aufkommende Wind die „Flamme“ oben auf dem Dach schnell ausblies. Das gelb angestrahlte Textilstück wickelte sich um den Docht. Flammen gab es nur in der großen Feuerschale am Fuß des Turms. 

Bönener Zechenturm wird zur Kerze

Günter Wagner verpasste aus gesundheitlichen Gründen das Ereignis, das er noch zwei Tage zuvor oben auf dem Dach des Turms mit vorbereitet hatte. Der 78-Jährige hatte das Wäschestück in 77 Metern Höhe gehisst, das Wolfgang Schubert mit seinen Strahlern in die Flamme verwandeln wollte. 

Den Turm selbst tauchte der Lichtkünstler auf allen Seiten in rotes Licht. „Ich war selbst 35 Jahre im Bergbau tätig“, erkärte Wolfgang Schubert, warum er dem Wunsch von Günter Wagner zu dieser außergewöhnlichen Aktion gefolgt war. Das Fehlen des Initiators bedauerte er ebenso wie die übrigen „Turmwächter“ vom Förderverein Zeche Königsborn III/IV. 

Die Besucher konnten sich mit Glühwein darüber hingwegtrösten, dass die Aktion nicht so lief wie geplant. Lichtkünstler Schubert kündigte aber schon an, im nächsten Jahr einen neuen Versuch zu starten - dann hoffentlich mit Günter Wagner.

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