Dorfgemeinschaft weiht Säule am Ortseingang ein

Lenningsen heißt den Rest der Welt weithin sichtbar willkommen

Im Beisein von Bürgermeister Stephan Rotering (links) weihten die Lenningser ihre neue Säule am Eingang des Dorfes ein. „Willkommen“ ragt auf dem Bauwerk in die Höhe. Die Mauer mit dem Ortsnamen diente hier als Sitzbank.
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Im Beisein von Bürgermeister Stephan Rotering (links) weihten die Lenningser ihre neue Säule am Eingang des Dorfes ein. „Willkommen“ ragt auf dem Bauwerk in die Höhe. Die Mauer mit dem Ortsnamen diente hier als Sitzbank.

Wer am Ortseingang Säulen und Mauern errichtet, ist nicht zwangsläufig in Abwehrhaltung. Siehe Lenningsen: 

Bönen – Der erste Blick zeigt eine Säule mit der Aufschrift „Willkommen Lenningsen“. Der zweite Blick indes verrät, was eigentlich alles hinter dieser Willkommenssäule steckt: Es ist viel dörfliches Engagement, Einfallsreichtum und Willkommenskultur einer dörflichen Gemeinschaft. Am Mittwochabend wurde diese Willkommenssäule feierlich eingeweiht

Diese Einweihung machte auch deutlich, dass die Lenningser hinter ihrem Ort stehen und kommen, wenn sie gerufen werden. Weit über 50 kleine und große Lenningser kamen in den Birkenweg. Die IG Lenningsen zeigte mit der Einweihung erneut, welcher Vielfältigkeit und Vielseitigkeit hinter dieser dörflichen Gemeinschaft steckt. Schließlich hatte die IG die Idee zu dieser Säule.

Idee reifte über fünf Jahre

„Eine erste Idee, den Dorfeingang neu zu gestalten, hatten wir bereits im Februar 2016“, erinnerte sich Udo Waßmuth, Vorsitzender der IG Lenningsen, bei seiner Begrüßung.

Da wo heute die neue Säule steht, stand damals noch ein Holzschild, das in die Jahre gekommen war und restauriert werden musste. Bekanntlich kam es aber gar nicht mehr zur Restaurierung, sondern zur völligen Neugestaltung des Platzes. Letztlich gab die Jahreshauptversammlung 2017 den Ausschlag für diese Entscheidung.

Engagiertes Trio am Werk

Dass das Vorhaben überhaupt umgesetzt werden konnte, verdanken die Lenningser dem Team Projektentwicklung, Planung und Bau, das sich aus Gulio Zoldan, Gian Denaro, Bernd Heitmann und Klaus Gutsch zusammensetzte und mit viel Muskel- und Tatkraft der Lenningser dafür sorgte, das ein tolles Bauwerk entstanden ist.

Gian Denaro erläuterte am Mittwochabend auch gleich die Vielfältigkeit der Zusammensetzung der Säule. „Die Säule ist geprägt durch gelbe Ziegel, die nur für diese Region stehen“, fasste Denaro zusammen. Sandsteinblöcke stammen vom alten Bahnsteig. „Das Schotterbett der Säule soll auf unsere alte Bahnstrecke hinweisen“, fügte er hinzu. Letztlich ist es auch die Aufschrift „Willkommen Lenningsen“, die die Freundlichkeit des Ortes ausmacht und Gäste willkommen heißt. „Der Gestaltungsprozess und der Bau ist schließlich eine Gemeinschaftsleistung“, fügte Denaro hinzu.

„Die Leistung ist Ausdruck, wie Gemeinschaft im Ort gelebt wird und uns nach vorne bringt“, lobte Bürgermeister Stephan Rotering. Dieses Lob für das ehrenamtliche Engagement im Ort hatte zuvor auch Ortsvorsteherin Claudia Gebhard zum Ausdruck gebracht.

Erster Platz im Heimatwettbewerb

Die Gemeinde Bönen hatte vor einigen Wochen schon ihre Anerkennung gezeigt und das Bauwerk mit dem ersten Preis im Heimatwettbewerb ausgezeichnet und damit für einen Betrag von 2500 Euro für die Kasse der IG Lenningsen gesorgt.

Die wahre Pracht der Säule ließ sich zur Einweihung bei Tageslicht übrigens noch nicht ganz erkennen. Diese wird nämlich mit dem Einschalten der Straßenbeleuchtung in Lenningsen mit einer speziellen Leuchte angestrahlt, um noch besser zu wirken. Hier hatte Detlev Schlieper seine Hand im Spiel und für diese technische Möglichkeit gesorgt.

Nach der Einweihung am Mittwoch lud die IG Lenningsen die Teilnehmer noch zu einem gemütliche Beisammensein am Alten Bahnhof ein und versorgte die Teilnehmer mit Schnittchen und kalten Getränken.

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