CDU will die Zuschüsse eingrenzen

Detlef Pilz (links) und Manfred Hübner

BÖNEN ▪ Einschränkungen bei den Taxibussen, papierlose Ratsarbeit und die Aufgabe der Aufbewahrungsräume auf dem Friedhof in Altenbögge: Mit diesen und weiteren Sparforderungen geht die CDU-Fraktion heute in die Haushaltsberatungen in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (18 Uhr, Rathaus).

„Angesichts des Nothaushaltes müssen wir an allen Stricken ziehen, wohlwissend, dass uns nur eine strukturelle Änderung am allgemeinen Gemeindefinanzierungssystem aus der Misere helfen kann“, sagt Fraktionsvorsitzender Manfred Hübner.

Deshalb wollen die Christdemokraten das Taxibus-Angebot auf den Prüfstand gestellt wissen, das von der Gemeinde jährlich mit 54 000 Euro bezuschusst wird. „Wer aus Flierich oder Nordbögge zum Bahnhof fahren will, zahlt dafür nur 2,40 Euro. Solch einen Service im Interesse Einzelner können wir uns nicht mehr leisten“, plädieren Hübner und seine Vorstandskollegen Doris Cyplik und Detlef Pilz für eine Zusammenlegung mit dem Linienverkehr. Ein Dorn im Auge ist der CDU auch der Zuschussbedarf für die kommunalen Friedhöfe von 75000 Euro. Als Einstieg in die Kostensenkung schlägt die Fraktion vor, wie schon in Nordbögge auch in Altenbögge die Aufbewahrungsräume aufzugeben beziehungsweise durch eine vertragliche Regelung zu privatisieren. Für überflüssig halten es die Christdemokraten, dass sämtliche Ausschuss- und Ratsunterlagen als Papierberge an alle Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger verteilt werden. „Die können auch per E-mail verschickt werden. Das spart Zeit und Kosten“, sagt Detlef Pilz.

Mit den Personaleinsparungen in der Verwaltung sind „wir generell einverstanden“, so Hübner, setzt aber im Zusammenhang mit der geplanten Onleihe noch ein Fragezeichen hinter den mittelfristigen Verzicht auf eine Stelle in der Gemeindebücherei. „Der Diplom-Bibliothekar muss sich rechnen“, beteuert der Fraktionschef. Aufs Korn nehmen will die CDU außerdem die ständig steigende differenzierte Kreisumlage für die Familien- und Jugendpflege. Da würden auch die ebenfalls betroffenen Kommunen Holzwickede und Fröndenberg inzwischen prüfen, ob die Zusammenarbeit mit einer anderen Kommune nicht kostengünstiger sei. ▪ li

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