SPD will Endausbau der  Heinrich-Wieschhoff-Straße vorziehen

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Schlaglöcher und unbefestigte Straßenränder: Der Endausbau der Heinrich-Wieschhoff-Straße ist noch nicht in Sicht. Jetzt soll die Politik darüber beraten, ob die Arbeiten vorgezogen werden können.

Bönen – Die Anwohner klagen schon lange über das Dauerprovisorium Heinrich-Wieschhoff-Straße. Die sollte fertiggestellt werden, sobald der Bau des Altenwohnheims abgeschlossen ist. Ein Ende der Arbeiten dort ist aber vorerst nicht Sicht. Deshalb stellt die SPD-Ratsfraktion jetzt einen Antrag zum vorgezogenen Endausbau.

Der Gemeinderat soll jetzt beschließen, dass der Endausbau der Heinrich-Wieschhoff-Straße vorgezogen wird. Der Antrag wird am 19. September zunächst im Fachausschuss Planen, Bauen, Umwelt beraten. 

Die Vermarktung des Baugebietes entlang der Heinrich-Wieschhoff Straße sei in weiten Teilen abgeschlossen, argumentieren die Bönener Sozialdemokraten, die restliche Vermarktung lasse jedoch auf sich warten. „Ein Ende ist zur Zeit nicht in Sicht“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Lampersbach. „Die Anwohner der Heinrich-Wieschhoff Straße haben ein Anrecht auf einen zeitnahen Endausbau der Straße. Unsere Gemeinde wird im unteren Teil der Bahnhofstraße ihr Erscheinungsbild verändern. Wir halten es für gegeben, den Endausbau an den Ausbau der Bahnhofstraße anzulehnen.“ 

"Vermarktung wird nicht mit Nachdruck betrieben"

Lampersbach kritisiert vor allem, dass die Gemeinde die Vermarktung der verbleibenden Parzellen des Baugebiets hinter dem Pennymarkt nicht mit genügend Nachdruck betreibe. „Seit fünf Jahren leben die Anwohner jetzt bereits mit einer provisorischen Baustraße“, so Lampersbach. 

Das sei vor allem für ältere Menschen eine schwierige Situation, die bereits in die Seniorenwohnungen eingezogen sind im Vertrauen darauf, dass sie über das geplante Seniorenheim mitversorgt werden können. „Nach meinen Informationen sind bereits zwei Mieter aus den Altenwohnungen wieder auszogen. Aber es ist schwierig, eine entsprechende Wohnung zu finden.“ 

Die Vermarktung der Baugrundstücke werde, so der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeinde, Robert Eisler, wie auch bisher in anderen Bereichen, sukzessiv vorangetrieben. Hierbei würden die Anfragen der Interessenten nacheinander abgearbeitet. 

Von 14 Baugrundstücken sind zehn verkauft

„Aktuell sind von den ursprünglich ausgewiesenen 14 Baugrundstücken zehn veräußert und sieben bebaut. Für weitere drei liegen bereits Bauanträge beziehungsweise Genehmigungen vor, sodass ein Baustart in den nächsten Monaten zu erwarten ist“, erläutert Eisler den aktuellen Stand. 

Zwei Grundstücke hinter dem Pennymarkt sind noch nicht verkauft.

„Zwei Grundstücke befinden sich in der Phase der notariellen Vorbereitung der Kaufverträge. Nur für zwei Grundstücke läuft aktuell noch das Auswahlverfahren.“ Es handelt sich laut Eisler um die Parzellen hinter dem Pennymarkt und am Ende der Sackgasse. „Die Verzögerung liegt im Wesentlichen an der Größe und der Lage der betroffenen Grundstücke. Wir sind aber zuversichtlich auch hier noch Käufer zu finden.“ 

"Endausbau macht zurzeit wenig Sinn"

Die Mittel für den Endausbau seien zwar im Haushalt bereits eingestellt, zum jetzigen Zeitpunkt mache der aus seiner Sicht aber wenig Sinn, so Eisler, solange die Bauarbeiten nicht abgeschlossen sind. Denn so würde die neugebaute Straße nicht nur von Schwerlastverkehr und Baufahrzeugen beansprucht, es müssten bei später begonnenen Neubauten auch nachträglich noch Leitungen gelegt werden. 

„Ein Zeitraum von bis zu zehn Jahren bis das gesamte Areal bebaut ist, ist durchaus nicht ungewöhnlich“, sagt Eisler mit Hinweis auf das Baugebiet am Südholz. 

Die Verwaltung werde zu dem Antrag nun eine Vorlage erstellen, auf deren Grundlage letztlich die Politik das weitere Vorgehen diskutieren muss.

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