Wilhelm-Busch-Straße: Anwohner diskutieren über Gehweg

+
Auf Anregung der Anlieger soll jetzt geprüft werden, ob der Gehweg von der Bushaltestelle bis zum Tor zum Schulgelände nicht doch besser auf der rechten (südlichen) Seite angelegt werden sollte.

Bönen – Eine Bürgerversammlung, wie sie sein sollte: Es wird hart aber respektvoll diskutiert, am Ende gehen alles etwas klüger nach Hause, es ist eine neue Idee entstanden und die wird jetzt mit den Fachleuten geprüft. Für die längst dringend notwendige Sanierung der kleinen Wilhelm-Busch-Straße deutet sich eine von allen akzeptierte Lösung an.

Dabei ging und geht es einmal nicht um die Verteilung der Kosten, die landesweit zum Streitthema geworden ist. Dafür sind die Beträge, mit denen die privaten Anlieger zu rechnen haben, – im Vergleich zu anderen Straßenerneuerungen – allzu überschaubar. 

Dies liegt vor allem daran, dass die Gemeinde mit dem großen Grundstück des Schulzentrums selbst der mit Abstand größte Anlieger ist; dies entlastet die Besitzer der kleineren Grundstücke mehr als spürbar. So kommen für ein Einfamilienhaus auf einem Grundstück von 500 Quadratmetern gerade mal rund 2000 Euro Beitrag zusammen, rechnete Fachbereichsleiter Robert Eisler beispielhaft vor. 

Zwar erhöht sich der Beitrag um 50 Prozent, wenn das Haus zwei Etagen hat – aber verglichen mit anderen Anliegerstraßen ist das immer noch sehr überschaubar. Für mehr Zündstoff sorgte in der Diskussion die Frage, wie die Straße nach der Sanierung konkret aussehen soll. 

"Das gibt ein hundertprozentiges Chaos"

Es soll und wird wohl einen Gehweg geben, der den Namen auch verdient hat. Den auf der Nordseite der Straße anzulegen, wie es der mit der Planung beauftragte Ingenieur Jörg Kemmesies vorgeschlagen hatte, hielten die Anwohner jedoch für unangemessen. Benutzt werden wird der Gehweg in erster Linie von Schulkindern. 

Die meisten von ihnen steigen an der Haltestelle am Ende der Pestalozzistraße aus, müssten dann die Straße zum ersten Mal überqueren, um den neuen Gehweg zu erreichen – und zum zweiten Mal, um zu ihrer Schule zu gelangen. „Das gibt morgens ein hundertprozentiges Chaos“ prophezeite einer der Anlieger. Schon jetzt sei die kleine Straße morgens und mittags durch viele „Elterntaxis“ überbeansprucht. 

Verwaltung und Ingenieurbüro würden nun prüfen, ob der Anliegervorschlag umgesetzt werden kann, den Gehweg bis zum Eingang zum Schulgelände auf der südlichen Seite der Wilhelm-Busch-Straße anzulegen, versprach Robert Eisler. „Wir wehren uns nicht gegen sinnvolle Lösungen“, so der Fachbereichsleiter. Diese Einstellung kennzeichnete in den meisten anderen Fragen auch die Haltung der Anlieger. 

Bauarbeiten im November oder Dezember

So kam die geplante Einrichtung von insgesamt sieben neuen Stellplätzen auf beiden Seiten der kleinen Straße. Klaglos hingenommen wurde die Ankündigung, dass die Anlieger an einigen Tagen während der Bauphase ihre Grundstücke nicht mit dem Auto werden erreichen können. 

Mit dem Beginn der Bauarbeiten sei im November oder Dezember zu rechnen, erklärte Josef Zientek vom technischen Bereich der Gemeindeverwaltung. Etwa anderthalb bis zwei Monate werde gebaut werden. Thematisiert wurden schließlich auch noch die vielen Falschparker, die vor allem bei Sportveranstaltungen am Wochenende die Busch-Straße zustellten. 

„Wir wurden sogar schon bedroht, als wir einige Fahrer auf das Halteverbot hingewiesen haben“, berichtete ein Anlieger. Die Rechtslage ist und bleibt allerdings eindeutig. Und wer durch sein unverantwortliches Parken Rettungswege einschränke, müsse – übrigens auch jetzt schon – damit rechnen, abgeschleppt zu werden, versicherte Eisler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare