Westfleisch startet Impfzentrum

Auf dem Wetralog-Gelände wurden am ersten Tag 150 Mitarbeiter geimpft

Westfleisch-Mitarbeiter warten in Wetraloghalle auf ihre erste Impfung
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Westfleisch-Mitarbeiter warten auf ihre erste Impfung: 150 Beschäftigte aus neun Betrieben konnten zum Start der Impfkampagne im Impfzentrum in der Wetraloghalle an der Robert-Bosch-Straße ihren ersten Pieks erhalten.

Das Unternehmen Westfleisch, das zuletzt wiederholt wegen größerer Coronaausbrüche in seinen fleischverarbeitenden Betrieben in die Schlagzeilen geraten war, startete am Donnerstag sein zentrales Impfzentrum in Bönen an der Robert-Bosch-Straße.

Bönen – In einer Halle auf dem Gelände des Logistikpartners Wetralog wurde das Impfzentrum mit sieben Impfstraßen eingerichtet. Das Impfangebot durch die Betriebsärzte, das seit 7. Juni möglich ist, ist Teil des Hygienekonzepts, das auch tägliche PCR-Tests in den Betrieben einschließt. Am ersten Tag wurden 150 Mitarbeiter aus den neun Standorten in Nordwestdeutschland geimpft. Vor Ort sprach WA-Redakteurin Kira Presch mit Lutz Wernitz, Projektleiter des Impfzentrums.

Können Sie einschätzen, wie viele der 7000 Westfleisch-Beschäftigten schon anderweitig (Impfzentrum, Hausarzt) geimpft sind?
Unter unseren Kollegen sind schon einige geimpft – ähnlich wie in der Gesamtbevölkerung ja auch. Es fanden zudem schon kleinere Impfaktionen an einzelnen Standorten statt. Aber jetzt bekommt unsere gesamte Impfkampagne noch mal einen deutlichen Schub. Allein in dieser Woche werden wir 960 Kollegen impfen können.
Wie hoch schätzen Sie die Impfbereitschaft bei den Beschäftigten ein?
Wir haben in den vergangenen Wochen in 12 Sprachen über unsere Impfkampagne aufgeklärt und die Kollegen zum Mitmachen motiviert. Und wir spüren eine große Bereitschaft und einen großen Willen, auf diesem Wege die Corona-Pandemie endlich hinter sich zu lassen. Auch da unterscheiden sich die Westfleisch-Mitarbeiter nicht vom Rest der Bevölkerung. Wir gehen davon aus, dass die bereits Geimpften ihre Kollegen zusätzlich motivieren, sich doch noch anzumelden, und wir am Ende eine Quote von 70 bis 80 Prozent der Belegschaft erreichen.
Die Impfaufklärung wurde aufgrund der internationalen Belegschaft vorab in den Betrieben in zwölf Sprachen durchgeführt. Ansprechpartner für Fragen gab es aber auch vor Ort.
Hat es betriebliche Folgen, wenn Beschäftigte sich nicht impfen lassen?
Nein.
Wie viele Ärzte und Helfer arbeiten im Impfzentrum?
Wir können mit bis zu sieben Impfstraßen und der entsprechenden personellen Besetzung arbeiten. In der ersten Woche werden zwei bis drei Ärzte impfen, unterstützt von ausgebildeten Helfern.
Wie viele Impfdosen stehen aktuell und absehbar zur Verfügung? Sind sie ausreichend?
Unsere Ärzte können in dieser Woche 960 Kollegen impfen – und wir freuen uns über jeden, der geimpft werden kann. In der kommenden Woche werden wir voraussichtlich weniger Impfstoff erhalten. Wie viele Impfdosen uns in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen, erfahren wir erst noch.
Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?
Für unser Impfzentrum in Bönen erhalten unsere Ärzte aktuell ausschließlich Biontech.
Hat die Impfphase Auswirkungen auf die Produktion bei Westfleisch?
Wir erwarten keine Auswirkungen auf unsere Produktion. Da sich die Impfphase über mehrere Wochen erstreckt, haben wir entsprechend geplant: Die Impflinge kommen an den einzelnen Tagen stets aus verschiedenen Standorten und auch aus unterschiedlichen Abteilungen – eventuelle Ausfälle aufgrund möglicher Impfnebenwirkungen können wir so sehr gut auffangen.
Gibt es angesichts des Aufwands, mit dem Sie Ihr Impfzentrum eingerichtet haben, Überlegungen, auch andere Bönener Betriebe beim Impfen zu unterstützen? Gibt es entsprechende Anfragen?
Bisher nicht. Aber wenn Anfragen kommen, werden wir sicherlich gerne im Bereich unserer Möglichkeiten unterstützen.
Westfleisch-Mitarbeiterin Annett Ebel erhält ihre erste Impfe.

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