1. wa.de
  2. Lokales
  3. Bönen

Kläranlage reinigt sechs Millionen Kubikmeter Abwasser

Erstellt:

Kommentare

Ein Blick über die Kläranlage Bönen.
Ein Blick über die Kläranlage Bönen. © Andreas Fritsche / EGLV

Welttoilettentag ist an diesem Samstag, 19. November. Anlässlich des Jahrestages gibt der Lippeverband bekannt, wie viel Abwasser im Vorjahr in seinen Kläranlagen gereinigt wurde. In der Kläranlage Bönen waren es 2021 insgesamt 6.072. 981 Kubikmeter (im Vorjahr: 5.871. 112).

Bönen – „Jeden Tag kommen die Menschen in Bönen mit unserer Arbeit in Berührung: Immer dann, wenn sie die Klospülung betätigen oder den Wasserhahn aufdrehen. Als Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen gewährleisten wir tagtäglich, dass unser aller Abwasser auf hohem technischen Niveau gereinigt und in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgegeben wird“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. „Als öffentlich-rechtliche Unternehmen handeln wir ohne Gewinnorientierung, im Interesse des Gemeinwohls.“

Die Kläranlage Bönen hat seit diesem Jahr eine neue Dach-Photovoltaikanlage, um Sonnenlicht zu elektrischer Energie umzuwandeln. Sie besteht aus 385 Modulen und erstreckt sich über eine Fläche von 730 Quadratmetern, das ist ungefähr die Größe eines Handballfelds. Daraus ist ein Eigenverbrauch von rund 120 000 Kilowattstunden im Jahr möglich. Mit dem Blockheizkraftwerk zusammen deckt die Photovoltaikanlage mehr als die Hälfte des Strombedarfs der Kläranlage.

Medikamente im Wasser

Der Lippeverband nutzt den Welttoilettentag, um darauf hinzuweisen, was alles nicht in der Toilette entsorgt werden darf. Dazu gehören neben Hygieneartikeln unter anderem auch Altmedikamente: Die sogenannten Spurenstoffe können auch in modernen Kläranlagen nicht restlos herausgefiltert werden, sie belasten daher die Gewässer und schädigen die Fauna in den Bächen und Flüssen.

In Essen führte die Emschergenossenschaft, die „Schwester“ des Lippeverbandes, daher die Sensibilisierungskampagne „Essen macht’s klar“ durch. Die Bevölkerung wurde dadurch darauf aufmerksam gemacht, dass nicht verbrauchte Medikamente in den regulären Hausmüll gehören – denn dieser wird verbrannt, die Kläranlagen bleiben verschont.

Die Kampagne „Essen macht’s klar“ gilt als Modellprojekt, das später auf andere Städte übertragen werden kann. So haben sich die Stadt Köln und die Gemeinde Nordkirchen bereits der Kampagne angeschlossen.

Der Welttoilettentag

Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Von den Vereinten Nationen wird der Vorschlag, den 19. November zum regelmäßigen Jahrestag zu machen, mitgetragen.

Auch interessant

Kommentare