Korso von Hamm nach Bönen

Weihnachtliche Traktoren: Landwirte erfreuen mit Lichterfahrt

Prächtige Bilder lieferte der Trecker-Korso von Hamm nach Bönen.
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Prächtige Bilder lieferte der Trecker-Korso von Hamm nach Bönen.

Der blaue Schein des Polizeiautos war am Samstagabend zuerst auszumachen. Eindrucksvoll dann die Treckerparade, die den Bräkelweg entlang rollte. 41 Zugfahrzeuge aus Bönen und Hamm kamen über Lerche, Pelkum und Weetfeld in Richtung Flierich. Alle waren weihnachtlich geschmückt, hatten Tannenbäume mit Lichterketten auf dem Gabelbaum oder auch beleuchtete Kontergewichte mit Weihnachtsmotiven. 

Bönen – Am Schattweg reihten sich ihre historischen Kollegen ein: Das Zugmaulgeschwader Osterflierich sorgte mit ihren Eicher-, Lanz- und Schlüter-Schätzchen für den nächsten Hingucker. Publikum gab es nämlich durchaus. Den Weg hatten die Organisatoren zwar geheim gehalten, die Zaungäste hatten aber offensichtlich Whatsapp- und Telefonkontakt zu Mitfahrern. „Sie sind gerade am Bahnübergang Große-Werl-/Wiescherhöfener Straße“, hieß es Ecke Weetfelder Straße/Wilhelm-Lange-Straße, und sie wollen noch durch Wiescherhöfen.“ Das bedeutete für die 15 Neugierigen eine längere Wartezeit. Vorbildlich: Alle trugen eine Alltagsmaske.

Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen

Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen

„Wir hatten große Bedenken“, erklärte Michael Köster. Das Bedürfnis der Menschen, mal rauszukommen, Schönes gemeinsam zu erleben, sei groß. Der Pelkumer Landwirt organisierte mit dem Kamener Frank Bowinkel und dem Nordbögger Martin Osthaus die Ausfahrt. Sie führte bewusst durch zahlreiche Wohngebiete.

Die ursprüngliche Idee stamme aus Norddeutschland, erzählte Köster. „Hier war es der Landwirtschaftliche Ortsverein Bönen, der für die Teilnahme warb.“ Zunächst sei die Resonanz auf die Anfragen nicht so groß gewesen, zum Stichtag hätten die Organisatoren dann Absagen schicken müssen.

Auch wenn der Hintergrund ein ernster ist – die Bauern sind sauer auf die niedrigen Erzeugerpreise, die die Einzelhandelsketten bereit sind zu zahlen – „die Aktion war ausdrücklich nicht als Demonstration geplant“, betonte Köster. Der Plan war, in Erscheinung zu treten, um zu zeigen, wer die Bevölkerung ernährt. „Ursprünglich wollten wir Altenheime besuchen und Apfelkörbe und Grüße verteilen, das mussten wir wegen der Kontaktbeschränkungen streichen.“

Ferguson MF 35 mit Lichtorgel unterwegs

Warten mussten auch die Mitglieder des Zugmaulgeschwaders bei Hof Rüter am Schattweg. Sie hatten elf Oldtimer weihnachtlich illuminiert. Stephan Kretschmer hatte seinen Ferguson MF 35 sogar mit einer Lichtorgel ausgestattet. „Der Strom kommt aus der Fahrzeugbatterie und wird hochtransformiert auf 230 Volt.“

„Wir fanden die Aktion gut“, sagt Ingo Schäfer, Vizepräsident des Geschwaders. Es war auch eine willkommene Abwechslung in einem Jahr der Absagen für den umtriebigen Verein. „Eigentlich hätten wir heute unsere Weihnachtsfeier gehabt“, erinnerte Präsident Heiko Hellkötter. Das Zugmaulgeschwader fuhr bis Bönen mit und bedachte auf dem Rückweg noch Lenningsen mit dem Lichterglanz.

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