Volles Haus im Turm beim Familienfest des Fördervereins

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Der Original Shantychor Unna lockte am Sonntag viele Besucher in den Förderturm. Die Musiker schlugen aber nicht nur maritime Töne an. Zum Auftakt stimmten sie das Steigerlied an, und die Besucher stimmten mit ein.

Bönen – Allen Grund zum Feiern hatte der Förderverein Zeche Königsborn 3/4 am Sonntag. Mit einem bunten Familienfest feierten die „Türmer“ ihren 20. Geburtstag und konnten sich über ein volles Haus freuen. Trotz anhaltenden Regens ließen sich die Bönener dieses Fest nicht entgehen.

„Begonnen haben wir mit 28 Mitgliedern, heute sind es 130“, blickte der Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Jüttner, zurück in die Vereinsgeschichte. Aber er richtete den Blick auch nach vorne: „Was haben wir uns für die nächste Zeit vorgenommen? Ganz wichtig ist ein neues Toilettenhäuschen.“ Geplant und finanziert werde das von der Bürgerstiftung. „Und“, versprach er, „wir werden uns auch weiterhin um den Ausbau des begehbaren Denkmals kümmern.“ 

Volles Haus im Turm: Es mussten sogar noch Stühle aufgestellt werden, weil so viele Bönener gekommen waren.

Bürgermeister Stephan Rotering nahm den Tag zum Anlass zu einer Rückschau. „Das schärft das Bewußtsein für das was ist, und welche Ziele es noch für die Zukunft gibt.“ Nach der Entscheidung von Rat und Verwaltung, den Turm als einziges Relikt der Zeche zu erhalten, hätten sich Förderverein und Bürgerstiftung mit ihrer Arbeit für den Erhalt der kulturellen Identität der Bürger eingesetzt.

Zum 20. Geburtstag gab es ein großes Kuchenbüffet.

„Ohne Euren unermüdlichen Einsatz seit über 20 Jahren wäre dies alles hier nicht entstanden, und gäbe es das alles hier nicht mehr“, dankte Rotering den Vereinsmitgliedern. „Wenn ich an dieser Stelle einen Wunsch aussprechen dürfte, dann den, dass weiterhin viele Menschen Verantwortung übernehmen und sich den Belangen der Gemeinschaft verpflichtet fühlen.“ 

Bunte Schleuderbilder konnten die großen und kleinen Besucher auf einem Drehteller anfertigen.

Als Vertreter der Bürgerstiftung überbrachte Robert Eisler Glückwünsche. „20 Jahre – Ihr seid ja noch relativ jung“, so Eisler. „Deswegen geht es auch hoffentlich so weiter. Für Unterstützung im Förderverein und in der Stiftung sind wir natürlich immer dankbar“, erinnerte er daran, dass es ohne ehrenamtliches Engagement nicht geht. 

Der Auftritt des Shantychors Unna leitete vom offiziellen zum gemütlichen Teil der Geburtstagsfeier über. Später sorgte die Bergwerkskapelle Ost aus Hamm für den musikalischen Rahmen. Auch die kleinen Besucher hatten trotz des Regens im Turm ihren Spaß. Alle Spiele fanden eben drinnen statt, und selbst die Hüpfburg passte in die Schachthalle.

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