Volksbank Bönen verändert die Ortsmitte

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So soll das Gebäude am Bahnübergang später aussehen.

Bönen - Arztpraxen und Wohnungen sollen in dem Neubau der Volksbank Bönen direkt neben der Hauptstelle entstehen. Die Pläne für das Vier-Millionen- Projekt stellten Vorstandschef Jürgen Müller und sein Kollege Oliver Drave  Mittwochabend in der Vertreterversammlung in der MCG-Aula vor.

Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, soll der leer stehende Gasthof Pohlmann, den die Bank schon vor einigen Jahren erworben hat, abgerissen werden. Dann wollen die Genossenschaftsbanker mit diesem Renditeobjekt auch einen städtebaulichen Akzent im Bahnhofsumfeld setzen. „Das Gebäude bekommt einen hohen Standard, wird aber kein Palast“, betonte Jürgen Müller. „Natürlich bauen wir nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten, um mit den Mieten Rendite zu erzielen“, ergänzte Oliver Drave, als er die Einzelheiten des Bauvorhabens erläuterte. Auf dem insgesamt mehr als 4000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bahnlinie und Bachstraße soll ein dreigeschossiges Gebäude mit Anschluss an die Hauptstelle der Volksbank entstehen. 

Für die Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss hat die Bank nach Aussage des Vorstandes bereits Interessenten aus dem medizinischen Bereich als Mieter gefunden. Nur noch 100 Quadratmeter seien zu vergeben. Im Dachgeschoss des leicht trapezförmigen Neubaus hat Architekt Klaus Filbert aus Hamm vier Penthouse-Wohnungen mit zwei umlaufenden Balkonen geplant. „Sie werden zwischen 50 und 80 Quadratmeter groß“, so Müller. 

Wohnungen und Praxen werden barrierefrei gebaut

Das Gebäude mit insgesamt 1700 Quadratmeter Nutzfläche soll sich nahtlos an die Hauptstelle anschließen. Der Haupteingang liegt auf der Südseite an der Bahnhofstraße und wird mit einem Aufzug im Treppenhaus ausgestattet, sodass alle Wohnungen und Praxen barrierefrei zu erreichen sind. Zudem soll im Obergeschoss ein direkter Zugang zum großen Schulungsraum im Altbau geschaffen werden. „Dann brauchen Besucher bei abendlichen Veranstaltungen nicht mehr durch unsere Bankräume gehen, sondern können über das Treppenhaus im Neubau direkt zum Tagungsraum kommen“, beschreibt Jürgen Müller die Vorzüge dieser Lösung.

Da der Neubau mit 35 Metern Frontbreite größer wird als der Gasthof Pohlmann erfolgt die Zufahrt zu den Parkplätzen hinter dem Haus direkt an der Bahnstrecke. „Wir werden das Gelände so umgestalten, dass unsere Kunden und Mitarbeiter dort weiterhin parken können“, betonte Jürgen Müller. Hinsichtlich der zeitlichen Umsetzung des Projektes waren die beiden Vorstandsmitglieder vorsichtig. „Wir müssen noch ein paar Details klären, bevor wir den Bauantrag stellen. Sobald wir die Baugenehmigung haben, werden wir die Arbeiten einschließlich des Abbruches des Gasthofes Pohlmann ausschreiben“, so Müller. Er und Drave hoffen, dass „wir im vierten Quartal starten können“. Wenn alles glatt läuft, sollen die Mieter im ersten Quartal 2020 einziehen können. 

Damit nimmt die Volksbank in diesem Jahr das zweite große Bauprojekt in Angriff. Im neuen Raiffeisen-Karree an der oberen Bahnhofstraße lässt sie bekanntlich bereits drei Mietshäuser bauen.

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