Vogelzählaktion des Nabu

Auf der Pirsch mit Fernglas und Notizblock: Diese Vögel fliegen in Bönener Gärten

 WA-Mitarbeiterin Carola Schiller entdeckte auch Kohlmeisen in ihrem Garten.
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WA-Mitarbeiterin Carola Schiller entdeckte auch Kohlmeisen in ihrem Garten.

Bereits zum elften Mal rief der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Zwischen Freitag und Sonntag sollten Naturfreunde im heimischen Garten, auf dem Balkon oder im Park Vögel zählen und die erfassten Tiere dem Naturschutzbund melden. WA-Mitarbeiterin Carola Schiller griff kurzerhand selbst zu Fernglas und Notizblock – ihre Bilanz fällt gemischt aus.

Bönen – Der erste Zählversuch am Freitagnachmittag scheiterte kläglich. Sechs Krähen kreisten über meinem Garten. Später kam noch eine Taube vorbei. Das gut bestückte Futterhaus und die frisch nachgefüllten Erdnüsse blieben ansonsten unangetastet. Als ich die Zählung nach einer Stunde ziemlich durchgefroren beenden wollte, entdeckte ich immerhin noch zwei Sperlinge, die träge im Efeu saßen.

Vermutlich hatte ich die falsche Uhrzeit gewählt, dachte ich mir, und versuchte es am Sonntag erneut. Dieses Mal früh am Morgen und mit weit mehr Erfolg. Eine Amsel saß im Gras, die Taube schaute auch vorbei, zwei Krähen beobachteten mein Treiben vom Dach aus.

Eine muntere Bande Sperlinge

Kurz vor Ende der Beobachtungsstunde dann der Triumph: Vier Kohlmeisen flatterten auf meinen Kirschbaum und zupften an den kleinen Ästchen. Nur kurz allerdings, dann war der Baum im Nachbargarten interessanter. Ein Rascheln im Efeu – ich ahnte es bereits – und da waren sie wieder: sechs Sperlinge dieses Mal. Eine muntere Bande, die erst eine Runde um den Kirschbaum flog und dann zum Sturzflug auf das Vogelfutter ansetzte. Die Begeisterung ließ aber schnell nach und ich stand wieder allein mit Block und Fernglas im Garten.

Mit Fernglas bewaffnet zählte WA-Mitarbeiterin Carola Schiller die Vögel in ihrem Bönener Garten.

Eine Erklärung für die eher mickrige Ausbeute lieferte mir Udo Benneman vom Nabu Bergkamen: Das Wetter war schuld. Auch in seinem Garten sei wenig los. Hätten wir Schnee oder tiefere Temperaturen, würden die Vögel die Futterstellen verstärkt aufsuchen. Schon fast wieder eine gute Nachricht, dachte ich mir, bevor ich meine gezählten Vögel online dem Nabu meldete.

Noch bis zum 18. Januar erfasst der Verband die Zählungen. Dann erfolgt die Auswertung.

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