Vier junge Sportler wollen einen Workout-Park für Bönen initiieren

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In einem Workout-Park könnten alle Altersgruppen gemeinsam trainieren. Vier junge Sportler aus Bönen haben jetzt einen Antrag an die Gemeinde gestellt, weil sie auf dem ehemaligen Zechengelände eine Outdoor-Trainingsmöglichkeit ähnlich wie diese schaffen wollen.

Bönen – Zwar gibt es ein großes Sportangebot in der Gemeinde, das die Abteilungen der verschiedenen Vereine anbieten, ein Outdoor-Trainingspark fehlt aber bis dato. Das soll sich bald ändern, wenn es nach vier Bönener Sportlern geht. Sie haben jetzt die Initiative ergriffen und wollen mit Hilfe von Sponsoren einen Workout-Park in der Gemeindemitte errichten.

Einen entsprechenden Antrag haben die Vier bereits an Bürgermeister Stephan Rotering gerichtet. Die Verwaltung lässt derzeit prüfen, ob das Projekt umsetzbar ist. An der frischen Luft einen Ort zu haben, an dem Jung und Alt in Bönen Fitnessübungen absolvieren können, das ist die Idee, die vier sportbegeisterte Freunde umtreibt. 

Die Lösung: ein Outdoor-Trainingspark an zentraler Stelle auf dem ehemaligen Zechengelände. Stellvertretend für die Gruppe stellte der Bönener Sportlehrer Dennis Geckert bei der Gemeinde einen Antrag zur Bereitstellung einer öffentlich nutzbaren Fläche. Darauf möchten die Freunde einen Outdoor-Trainingspark realisieren.

„Uns schwebt eine Fläche auf dem Zechengelände vor, da diese sehr zentral liegt, mit ausreichend Parkplätzen ausgestattet ist und zusammen mit den bereits bestehenden Möglichkeiten und den geplanten Sportplätzen eine Art Sportzentrum entstehen könnte“, erläutert Dennis Geckert. 

Das rot markierte Feld auf dem ehemaligen Zechengelände schlagen die Initiatoren als Standort für den Trainingspark vor.

„Wir denken dabei an eine Fläche in der Größe zwischen 100 und 200 Quadratmetern auf der Anhöhe neben dem Schwimmbad, da der Workout-Park dort perfekt zur Geltung käme. Sollte dieser Platz nicht möglich sein, nehmen wir selbstverständlich auch jede andere bereitgestellte Fläche.“ 

Warum braucht Bönen einen Fitnesspark? „Wir sehen eine große Notwendigkeit für einen solchen Trainingspark, weil Bönen in diesem Bereich nichts bietet. Selbst ein Fitnessstudio gibt es nicht“, argumentiert Geckert. „In dem Trainingspark könnten Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren an der frischen Luft trainieren. Aber auch Bönener Vereine könnten hier gemeinsam Gruppentrainings veranstalten.“ 

Was bietet ein solcher Workout-Park?

„Man könnte gerade dem immer weiter wachsenden Trend des Körpergewichtstrainings, auch Calisthenics genannt, hier gerecht werden. Mir als Sportlehrer liegt es am Herzen, dass junge Menschen neben den etablierten Vereinen, weitere Bewegungsmöglichkeiten in der Gemeinde Bönen finden“, sagt Geckert. 

„Wir wollen mit diesem Trainingspark einen Ort schaffen, an dem Menschen jeden Alters und unabhängig ihrer Herkunft gemeinsam trainieren und sich austauschen können. Insofern bietet solch ein Trainingsplatz ebenso einen kulturellen Mehrwert.“ 

Da die Anlage jederzeit zugänglich sein soll – so die Idee – fällt eine Umzäunung weg. Das könnte aber auch Vandalismus nach sich ziehen. „Das ist schon ein Problem. Aber ich finde es falsch, aus Angst davor erst gar nicht zu versuchen, ein solches Projekt zu verwirklichen. Um so wichtiger ist es, dass die Geräte hochwertig sind.“ 

Die Initiatoren des Projekts: Niklas Budde, Dominic Zimmermann, Thomas Steinkamp und Dennis Geckert (von links).

Die Finanzierung wollen die Initiatoren über einen Förderverein ermöglichen, über den Spenden lokaler Unternehmen gesammelt werden. Die Kosten könnten sich, je nach Größe und unter Berücksichtigung notwendiger TÜV-geprüfter Fallschutzböden auf bis zu 60 000 Euro belaufen. „Wir möchten dies ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde schaffen, würden uns aber natürlich freuen, wenn wir auch seitens der Gemeinde Unterstützung erhalten“, sagt Dennis Geckert in Richtung Rathaus. 

Pflege müsste die Gemeinde übernehmen

Für die Betreibung und Pflege des Trainingsparks oder gar Haftung bei Verletzungen – das stellen die vier Sportfreunde klar – können sie nicht die Verantwortung übernehmen. „Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht werden wir uns in Kooperation mit dem deutschen Unternehmen ,Turnbar‘ um zertifizierte Fallschutzböden kümmern, die zwar die Kosten nach oben treiben, aber für die größte Sicherheit unverzichtbar sind“, räumt Geckert ein. 

Auch eine Betreuung der Trainierenden sei an sich nicht vorgesehen. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass ich beispielsweise zweimal wöchentlich zu bestimmten Zeiten vor Ort bin und Trainingstipps gebe, wenn das gewünscht wird.“ 

Machbarkeit wird jetzt geprüft 

Die Bönener Verwaltung hat den Antrag bereits an die Fachfirma weitergeleitet, die derzeit ein Sportstättenentwicklungskonzept für die Gemeinde erarbeitet. Sie soll prüfen, in wieweit eine Ansiedlung auf dem Zechengelände grundsätzlich möglich wäre. Bekanntlich muss der Rat demnächst entscheiden, was mit den maroden Sportplätzen der Gemeinde geschieht. Sollte die Politik der Option eines Neubaus auf dem Zechengelände zustimmen, wäre zu klären, ob Platz für einen benachbarten Workout-Park bleibt. 

Die wichtigere Frage aber bleibt, wer übernimmt die Folgekosten für die Anlage? Pflege und Instandhaltung kämen dann zusätzlich auf die Aufgabenliste des Gemeinde-Bauhofes.

Sponsoren gesucht

Für die Realisierung des Projekts suchen die Initiatoren Sponsoren. Unternehmen, die grundsätzlich bereit sind, das Projekt finanziell zu unterstützen, können mit Dennis Geckert Kontakt per Mail aufnehmen unter dennis.geckert@web.de.

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