VHS-Woche: Ein Abend für bessere Fotos

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Im Fotografie-Kursus, den WA-Redakteurin Sabine Pinger (rechts) bei der VHS in Bönen besuchte, wurde natürlich auch praktisch gearbeitet.

Bönen - Im dritten Teil unserer VHS-Woche hat WA-Redakteurin Sabine Pinger einen Fotografier-Kursus besucht und konnte trotz ihrer Erfahrung als Journalistin noch einiges lernen.

Das, was da auf den Tischen im Seminarraum der VHS-Geschäftsstelle liegt, ist locker ein mittellanger Urlaub mit der ganzen Familien. Mit meinem „alten Schätzchen“, wie Robert Szkudlarek meine vertraute Nikon D300 nennt, kann ich da kaum mithalten. Die meisten der Teilnehmer des VHS-Kurses „Grundlagen der Fotografie“ haben aufgerüstet und ihre modernen Kameras nebst Zubehör mitgebracht. Und natürlich geht es an diesem Abend dann auch um Technik.

Gut, dass ich schon seit Jahren fotografiere. Das gehört schließlich zu meinem Beruf. Die elf anderen Hobbyfotografen sind auf jeden Fall vorgebildet. Iso-Zahl, Blende und Zeit, Brennweiten und Lichtstärke: Es wird ganz locker gefachsimpelt. 

"Der Ort ist wichtig"

Jeder kann etwas dazu beitragen, auch wenn nicht alle Kursbesucher auf dem gleichen Kenntnisstand sind. Das stört aber niemanden. Jeder hat eine andere Motivation, warum er den Aufbaukursus besucht. Und für alle, die noch ein bisschen Nachhilfe brauchen – mich mal eingeschlossen – erklärt Robert Szkudlarek die wichtigsten Begriffe noch einmal etwas ausführlicher. 

„Menschen in Aktion“, gibt er dann das Motto aus und lässt uns zur Kamera greifen. Wir sollen ihn in Bewegung fotografieren. Es ist ein bisschen eng im Seminarraum, und ich traue mich nicht, mich forsch über den Tisch zu werfen, um eine bessere Position zum Fotografieren zu ergattern. 

Falsch! „Der Ort ist ganz wichtig“, macht der Profi uns klar. „Ihr müsst euch einen Rahmen bilden, in dem ihr die Menschen fotografiert oder euch den richtigen Ort aussuchen.“ Da war ich wohl zu schüchtern. Fast noch wichtiger, so der Dortmunder, ist die Idee. „Ihr müsst vorher wissen, was ihr zeigen wollt.“ 

Die Ergebnisse der ersten Praxisübung schauen wir uns auf der Leinwand an. Wer möchte, gibt seine SD-Karte zum Auslesen auf dem Laptop an den Dozenten ab. Für meine Compact-Flash-Karte hat das Gerät leider keinen Eingang. Lernen kann ich aber auch aus den Fehlern der anderen. Unser größtes Problem: Wir sind nicht scharf genug! „Ein Bild muss scharf sein“, erklärt der Dozent aus Dortmund nachdrücklich.

Er erklärt uns auch gleich, woran es bei unseren Aufnahmen gemangelt hat. Vor allem die Verschlusszeiten waren nicht optimal. Ein guter Wert bei langsamen Bewegungen liegt bei 1/125, bei mittleren bei 1/250 und bei schnellen bei 1/500 und bei Sportaufnahmen sogar bei 1/1000 Sekunden. Das notiere ich mir direkt. Bei meinen Fotos lässt sich ganz bestimmt einiges verbessern. 

Hausaufgaben zum Abschluss

Ganz vorne bin ich hingegen mit der Iso-Zahl. „Dreht sie hoch“, sagt der erfahrene Fotograf. Moderne Bildsensoren hätten eine extrem hohe Lichtempfindlichkeit. Meine Nikon hat das zwar nicht und auch keine Iso-Automatik, die Robert Szkudlarek uns empfiehlt, jetzt habe ich aber zumindest einen Iso-Wert von 1600 eingestellt. Damit ist der Profi zufrieden. 

Zum Schluss gibt es noch Hausaufgaben. Wir sollen fahrende Autos fotografieren, die mit etwa 100 Kilometer pro Stunde unterwegs sind. Es gibt ein paar Details dazu, und ich nehme mir vor, mich dieser Aufgabe auf jeden Fall zu stellen. Aus dem Kursabend nehme ich einiges mit. Etwas mehr „Aktion“ können meine Bilder durchaus gebrauchen. 

Der Aufbaukursus „Grundlagen der Fotografie – Menschen im Alltag fotografieren“ läuft über sechs Abende jeweils dienstags von 19 bis 20.30 Uhr im Seminarraum der VHS-Geschäftsstelle neben der Alten Mühle. Die Teilnahme kostet 37,50 Euro pro Person. Nähere Informationen geben die VHS-Mitarbeiter unter der Telefonnummer 91 35 13, in den Geschäftsstellen oder im Internet auf der Seite www.vhs-kamen-boenen.de.

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