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VHS Kamen-Bönen hat mit Karolina Kubiak eine neue Leiterin

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Von: Markus Liesegang

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Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen, Beigeordnete Ingelore Peppmeier, VHS-Mitarbeiterin Esther Hahm und VHS-Leiterin Karolina Kubiak (von links)
Die neue VHS-Leiterin Karolina Kubiak (vorne) wurde von Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen, der Beigeordneten Ingelore Peppmeier und VHS-Mitarbeiterin Esther Hahm empfangen. © Markus Liesegang

Sie kommt sehr sympathisch rüber, die Neue an der Spitze der Volkshochschule Kamen/Bönen. Das sei aber nicht der erste Grund gewesen, Karolina Kubiak zur Nachfolgerin von Dr. Thomas Freiberger zu machen, der im Herbst 2021 zur VHS Krefeld gewechselt war. Die neue Leiterin entspreche nahezu perfekt dem Anforderungsprofil für diese Stelle, betont Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen.

Bönen/Kamen – „Wir, auch Bönens Bürgermeister Stephan Rotering, haben nicht etwa mit 4:3 Stimmen entschieden, sondern waren uns alle einig – Frau Kubiak ist die geeignete Besetzung“, sagt Kappen. Sie hatte nach einer Versammlung des VHS-Zweckverbandes im November 2021 noch bekannt gegeben, dass die neue Leitung im Januar ausgewählt werden würde. Die acht Kandidaten in der Endauswahl – insgesamt habe es 50 Bewerbungen gegeben – genügten den Anforderungen nicht. Die erste Bewerbungsrunde wurde gecancelt, eine zweite angesetzt.

Anforderungsprofil geschärft

„Wir haben das Anforderungsprofil geschärft“, begründete Kappen. „Es gibt für eine VHS-Leitung ja kein klassisches Bewerberprofil.“ Viele, mit sehr unterschiedlichem beruflichen Hintergrund würden sich berufen fühlen, ihren Hut in den Ring zu werfen. Für eine solch exponierte Stelle sollte der Bewerber Erfahrungen im Bildungsbereich haben, Kompetenzen in der Personalführung aufweisen. „Er oder sie muss ja mit Dozenten und Mitarbeitern arbeiten“, erklärt Elke Kappen.

Kubiak bringt sehr viel mit. Die 36-jährige gebürtige Polin hat den Master in Bildungswissenschaft, Germanistik und Deutsch als Fremdsprache sowie den IHK-Abschluss als Eventmanagerin und staatlich geprüfte Dolmetscherin. Sie verfügt über Berufserfahrung im Akademischen Förderungswerk (Akafö) der Ruhr-Uni Bochum, zum einen als Projektkoordinatorin und Eventmanagerin als auch als stellvertretende Abteilungsleitung für Kultur und Internationales, war verantwortlich für Betreuungs- und Austauschprogramme für Mitarbeiter und Studierende.

Zwei Bewerbungsrunden trotz großer Bandbreite

Trotz dieses umfassenden Hintergrunds, oder „großen Bandbreite“, wie Kappen unterstrich, musste Kubiak zwei Bewerbungsrunden durchlaufen. Wie auch schon Vorgänger Freiberger, blickte die Bürgermeisterin zurück. Den lobte Kubiak für die „super Basis“, die er geschaffen hätte. Auf der wolle sie aufbauen, die EDV und die Weiterbildung weiter stärken, aber auch tagesaktuelle Themen einbringen, „zum Beispiel das Herstellen von Naturkosmetik oder ökologischen Reinigungsmittel.“

Ferner seien interkulturelle Thematiken im Ruhrgebiet angesagt. Kubiak will die Vielfalt weniger mit Blick auf Benachteiligung sehen, sondern unter dem Gesichtspunkt: „Was bringen die einzelnen Kulturen mit?“

Sie sei erstaunt gewesen, dass Lesungen in Bönen so gut angenommen würden. „Bei den Studierenden gar nicht“, erzählt sie von ihren Erfahrungen. Die Alte Mühle sei auch ein guter Ort für Musikveranstaltungen, lässt sie ein Faible erkennen.

Kubiak ist durch die Arbeit im Umfeld der Ruhr-Uni gut vernetzt, will die Kontakte nutzen, um Dozenten für neue Angebote zu gewinnen. „Ich werde hier vor Ort aber die Bedarfe abfragen“, werde sie publikumsgerecht arbeiten.

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