Solides Ergebnis auch in der Corona-Krise

Kredite und Einlagen bei der Volksbank Bönen wachsen

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Bönen
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Bank-Vorstand Jürgen Müller, Karl-Heinz Bennemann, Joachim Lüblinghoff, Klaus Maaß und Christian Möllmann vom Aufsichtsrat der Bönener Volksbank sowie Oliver Drave (von links), ebenfalls Bank-Vorstand, blicken trotz der Krise zuversichtlich in die Zukunft.

Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie blickt die Volksbank Bönen zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. In einer mit 44 Teilnehmern „abgespeckten“, coronakonformen Vertreterversammlung in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums erfuhren die Teilnehmer, wie ihr Kreditinstitut gewirtschaftet hat, welcher Herausforderungen es sich in diesem besonderen Jahr stellen musste und wie es in Zukunft weitergehen soll.

Demnach hat die Volksbank ihre Bilanzsumme weiter ausgeweitet und ein positives Ergebnis erreicht. „Wir haben in allen wichtigen Bereichen ein solides Wachstum erzielt. Das spiegelt sich in der Steigerung des Kundengeschäftsvolumens um 9,5 Prozent auf 247,5 Millionen Euro wider“, stellte Bankvorstand Jürgen Müller fest. Das bilanzielle Eigenkapital hat sich laut Geschäftsbericht auf 22,9 Millionen erhöht.

Grund für diese Entwicklung sei, dass mehr Kredite vergeben wurden und der Einlagebereich deutlich gewachsen sei. „Die Kundenkredite legten um 3,4 Prozent auf 145 Millionen Euro zu, die Kundeneinlagen erhöhten sich um 8,1 Prozent auf 178 Millionen Euro“, so Müller. Unterm Strich stieg die Bilanzsumme um 9,3 Prozent auf 238 Millionen Euro.

Auch mit Wertpapieren und Fonds verdiente die Volksbank. „Mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 1,67 Millionen Euro ist die Ertragslage weiterhin gut“, so Müller.

Nach seinem Bericht betrug der Jahresüberschuss inklusive des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr 542 000 Euro. An dem Überschuss sollen nun die Mitglieder beteiligt werden. Und da die Bönener Volksbank in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, sollen sie einmalig eine Jubiläumsdividende von 12,5 Prozent auf ihre Geschäftsanteile erhalten. Darauf einigten sich die Vertreter am Mittwochabend einstimmig.

Jubiläumsdividende für die Mitglieder

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) keinen Deckel auf die Ausschüttung legt. Im vergangen Jahr hatte die EZB nämlich angesichts der Pandemie alle Banken aufgefordert, von Dividendenausschüttungen bis 30. September dieses Jahres abzusehen oder diese auf höchstens drei Prozent zu begrenzen. „Sofern diese Vorgabe nicht verlängert wird, schütten wir nach Ablauf am 15. Oktober 12,5 Prozent aus“, erklärte Müller. Sollte die Volumensvorschrift bis dahin aber weiter bestehen, gebe es zumindest eine dreiprozentige Gewinnbeteiligung für die Genossenschaftsmitglieder.

Die Pandemie hatte und hat darüber hinaus Einfluss auf das Kreditinstitut. „Natürlich hat die Corona-Krise unser Geschäft beeinflusst“, gab der Bankvorstand an. „Ein Unsicherheitsfaktor sind die Kreditrisiken, da die Pandemie die Konjunktur in den vergangenen Monaten sehr belastet hat. Dank unserer auskömmlichen Eigenkapitalausstattung sind wir jedoch auch dafür gerüstet.“

Und nicht nur das: Die Volksbank hat in dieser schweren Zeit Unternehmen und Selbstständige in der Gemeinde mit rund 4 Millionen Euro Hilfskrediten unterstützt.

Mehr als 40 000 Euro für Vereine, Kitas und Schulen

„Diese Fördermittel haben es den Unternehmen erleichtert, mit den Belastungen der Corona-Krise zurechtzukommen“, berichtete Müllers Kollege Oliver Drave. Er führte die 44 Versammlungsteilnehmer zudem in einem Vortrag durch die 125-jährige Geschichte der Bank und ganz allgemein durch das vergangene Jahr. Für das Geldinstitut war das unter anderem durch den Bau des Forums am Gleis geprägt, das inzwischen weitgehend bezogen wurde. Zudem wurde im Spätsommer die neue Filiale am Marktplatz eröffnet.

Wichtig ist und war dem Vorstand das soziale Engagement. So spendete das Kreditinstitut im vergangenen Jahr 41 283 Euro an hiesige Vereine, Organisationen, Kitas und Schulen.

Schließlich standen noch Regularien an, die in der Zusammenkunft erledigt werden mussten. Wichtigster Punkt dabei war die Wahl des Aufsichtsrates. Joachim Lüblinghoff und Heinz-Herbert Bennemann wurden einstimmig für weitere drei Jahre ins Kontrollgremium gewählt. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Lüblinghoff stellten die Vertreter den Jahresabschluss fest und entlasteten Aufsichtsrat und Vorstand.

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