Vermisst: Hündin Nala ist möglicherweise in Bönen unterwegs

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Die schwarze Mischlingshündin Nala lief im Januar in Unna fort.

Bönen - Der Schlag muss heftig gewesen sein, vor allem aber erschreckend. Nach der Kollision mit dem elektrischen Weidezaun rannte Nala nämlich in Panik davon. Seit dem 11. Januar wird die schwarze, gut kniehohe Mischlingshündin vermisst. Laut Hinweisen ist sie zurzeit in Bönen unterwegs.

Nalas Start ins Leben war alles andere als erfreulich. Zwei Jahre lang wurde sie in Ungarn im Käfig gehalten, gequält und vernachlässigt. Erst eine Tierschutzorganisation holte die Hündin aus ihrem Gefängnis. Damals kannte sie weder Bäume, noch Wiesen, noch Straßen. Sie war es nicht gewohnt, zu spielen oder gestreichelt zu werden. Das, was sie bis dahin von Menschen erfahren hat, war überwiegend schmerzhaft. 

Über ein Internetportal wurde Nala schließlich nach Deutschland vermittelt und fand bei Familie Pörtner in Unna 2015 ein liebevolles Zuhause. Ihre Geschichte erklärt aber, warum die Hündin heute noch misstrauisch und ängstlich gegenüber Fremden ist. „Man kann sie nicht einfach anfassen oder einfangen. Sie mit Futter zu locken, funktioniert auch nicht“, sagt Volker Pörtner. Stattdessen versteckt sich Nala, sobald sie fremde Menschen sieht. Das macht die Suche nach ihr besonders schwer. 

Familie sucht in der ganzen Umgebung

Mehr als 800 Kilometer Feldweg hat Volker Pörtner schon abgesucht. Er hat alle Tierarztpraxen in der Umgebung abgeklappert, im Tierheim und bei der Polizei nachgefragt. Die Familie sucht in Internetforen nach dem Vierbeiner und hat Tasso informiert. Bei dem bundesweiten Haustierzentralregister ist Nalas Chip vermerkt. Selbst mit Suchhunden haben sich die Pörtners auf den Weg gemacht und eine Tierkommunikatorin zurate gezogen. Doch nach wie vor fehlt von Nala jede Spur. 

Davongelaufen ist sie von einer Weide an der Ostbürener Straße in Unna. Anfangs wurde die Hündin, die an einen belgischen Schäferhund erinnert, noch in Unna am Bismarckturm und hinter der Mülldeponie gesehen. Immer wieder verliert sich aber die Fährte. Inzwischen könnte sie sich in Bönen aufhalten, Spuren führen zum Schwarzen Weg und Richtung Weetfeld. „Ich traue ihr zu, dass sie sich durchschlägt und irgendwo Futter klaut“, sagt Volker Pörtner. Dass sie jagt und sich von Wild ernährt, hält er dagegen für unwahrscheinlich. Das wäre einem Förster oder Jäger sicher aufgefallen. Auch zu ihnen halten die Pörtners Kontakt. 

Sollte jemand Nala entdecken, bittet Volker Pörtner um einen Anruf unter der Nummer 0171/7 49 20 92. „Ich bin mir sicher, wenn sie mich und vor allem meine Frau sieht, kommt sie sofort angelaufen.“ Die Leute sollten allerdings nicht versuchen, Nala einzufangen. Das würde das Tier nur noch mehr verschrecken. 

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Kommentare

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Kommentare

Claus BerkemannAntwort
(1)(1)

Nee ist klar...Die Berichte von Multikulti Veranstaltungen wo niemand hingeht sind interressanter.

EismanAntwort
(1)(0)

Sie sind ein Hundeliebhaber ! Hoffentlich läuft ihnen keiner/Keine weg

GforK 2015
(0)(1)

Wie wär's mit einer Sparte mit vermissten Tieren...?
Aber eine Schlagzeile muss das nun doch echt nicht sein...