„Vereins-Metti“ tanzt Ballett

Stühle hoch! Die Narren beim RSV-Karneval hatten Freude an dieser Programmnummer. ▪

BÖNEN ▪ Am 20. Februar wird das kölsche Dreigestirn hunderttausenden rheinischen Narren auf dem Rosenmontagszug ihr Alaaf entgegen brüllen. Schon am Samstag folgten über 100 Wikinger, Bunnies und Clowns dem närrischen Schlachtruf „RSV-Helau“ in der Gaststätte Denninghaus und rissen die Arme in die Höhe.

Ein Gruß, der in der karnevalistischen Diaspora den Lohn für die Comedians unter den Altenbögger Handballern darstellte.

Punkt 20.11 Uhr begrüßte diesmal nicht der „Vereins-Karsten“ (RSV-Boss Karsten Schilling) die Gäste, sondern der „Vereins-Metti“. Andreas Mettner, der sich in den letzten beiden Jahren als Horst Schlemmers Bruder Helmut mit familientypischem Überbiss und Grevenbroicher Slang den Gästen des RSV-Karnevals vorgestellt hatte, führte gab am Samstag den Co-Moderator. Eine gute Idee – die beiden Vereinsmeier spielten sich in der Anmoderation der neun Programmpunkte gekonnt die Bälle zu.

Außerdem glänzten Karsten und Metti als Sparversion eines Fernsehballetts beim Auftritt von Marlon: Der ist zwar kein Vereinsmitglied, aber begnadeter Sänger. Das war der zweite gute Einfall des Abends, den sich der Altenbögger Vergnügungsausschuss zur Karnevalsfeier hatte einfallen lassen. Marlons Cover des Duos „Ich und ich“ sowie Kings of Leons „Use Somebody“ lockerten die Nummernrevue, die den televisionären Castingwahn von DSDS und Co persiflierte, mächtig auf.

Die erste Mannschaft des Handballvereins bot eine Jury aus Dieter Bohlen, dem „Paten“ und Wolle Petri: „Ihr habt mir kein Freundschaftsband mitgebracht – das ist das Allerschlimmste!“, verurteilte der Mann mit der Dauerwelle „Holz und Michel“. Den Contest entschied allerdings wie im „echten“ TV das Publikum. Meistbeklatscht wurde der als „springender Elefant“ bekannte Timo Althaus als männlicher Part des Duos „Country und Road“.

Ob fünf Männer mit dem Stuhl über dem Kopf, die das Werk „geregelten Stuhlgang“ der französischen Künstlerin Pierre – „ich arbeite mit Menschen statt Pinsel“ – performten oder die A-Juniorinnen, die mit den Schwestern Heße Artistik boten und unter anderem das Grandprix-Duo Jedward („Lipstick“) casteten – Publikum und Akteure hatten immer viel Spaß. Die Anheizer auf der Bühne machten ihre Sache gut. Nach dem Programm ging die Feier noch bis in den frühen Morgen weiter. ▪ ml

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