100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz

Veranstaltungen über  Frauen, die Politik mach(t)en

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Auch Frauen, die in Bönen Politik machten, hat die Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Luttrop auf dem Zettel. Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ wird im Rathaus anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre Grundgesetz gezeigt.

Bönen – Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten Frauen in der Politik nichts zu suchen und nichts zu sagen. 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz  aus diesem Anlass gibt es in Bönen die Veranstaltungsreihe "Frauen, die Politik mach(t)en".

Erst vor 100 Jahren erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Das ebnete ihnen schließlich auch den Weg, aktiv selbst Politik mitzugestalten. Vor 70 Jahren erreichten es die „Mütter des Grundgesetzes“, den Artikel 3, Absatz 2 in der deutschen Verfassung festschreiben zu lassen: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. 

Eine Veranstaltungsreihe der Gemeinde will deshalb die Rolle der Frauen auch in der lokalen Politik beleuchten und würdigen. 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz – zwei wichtige Ereignisse mit weitreichenden Auswirkungen für Frauen – auch vor Ort.

Ein Grund zu feiern, aber auch Anlass zurückzublicken, findet Kerstin Luttrop, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, die die Veranstaltungsreihe zum Thema „Frauen, die Politik mach(t)en“ zusammen mit Gemeindearchivarin Barbara Börste, der evangelischen Pfarrerin Susanne Krämer-Puzicha und der katholischen Gemeindereferentin Martina Dinslage auf die Beine gestellt hat. 

Ausstellung mit Lokalpolitikerinnen erweitert 

Die Plakate der Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ wurden vom Helene-Weber- Kolleg zur Verfügung gestellt. „Ergänzt haben wir die Ausstellung um drei weitere Plakate mit Frauen, die in Bönen Politik gemacht haben im Gemeinderat und im Kreistag“, so Kerstin Luttrop. „Barbara Börste hat Informationen und Zitate der Politikerinnen zusammengetragen.“ 

Denn wichtig war den Organisatorinnen, die Arbeit der Frauen in der Politik vor Ort zu zeigen und damit auch erfahrbarer zu machen. „Es ist ein Glücksfall, dass wir mit Sabine Lutz-Kunz und Doris Zyplik gleich zwei stellvertretende Bürgermeisterinnen haben, die zum Thema etwas sagen werden“, verrät Luttrop. 

Ein Blick in lokale Parlamente zeigt aber auch, dass dort bis heute Frauen in der Minderheit sind. „Weil sie neben Politik auch noch Beruf, Familie und Kinder an der Backe haben. Da kommt Ehrenamt oft zu kurz – auch weil Frauen alles perfekt machen wollen und sich selbst unter Druck setzen“, sagt Luttrop. 

Polit-Talk: Was treibt Bönener Frauen in der Politik um?

Wie die Situation von Lokalpolitikerinnen heute tatsächlich ist, wie sie ihre Aufgaben meistern, was sie antreibt, aber auch, was sie ausbremst, das werden Bönener Frauen aus allen Parteien in einer Gesprächsrunde im Anschluss an die Ausstellungseröffnung diskutieren. „Ich bin besonders froh, dass ich Annemarie Berg für die Moderation gewinnen konnte.“ Die ehemalige VHS-Mitarbeiterin kommt dafür extra nach Bönen. 

Bei der Veranstaltung „Ein Koffer für die letzte Reise“ hatten Gemeinde und Kirche schon gut zusammengearbeitet, jetzt sind katholische und evangelische Kirchengemeinde wieder mit im Boot. Denn auch in der Kirchenpolitik müssen Frauen bis heute oft dafür kämpfen, sich Gehör zu verschaffen. 

Frauen-Power aus der Kirche

Was lag also näher, als die Kräfte zu bündeln und gemeinsam eine Filmveranstaltung und einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Frauen.Wahl.Recht“ zu organisieren. Damit wollen die Organisatorinnen auch daran erinnern, dass bis heute Frauenrechte nicht selbstverständlich und weltweit immer wieder gefährdet sind.

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