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Bönenerin fälscht Vollmacht ihres Ehemanns für Bankkredit

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Von: Sylvia Mönnig

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Statue Justitia
Die Angeklagte war nicht zum Gerichtstermin erschienen. © David-Wolfgang Ebener

Offensichtlich hatte eine Bönenerin geglaubt, wenn sie eine Vollmacht ihres Mannes fälscht, dann erhält sie einen Kredit und niemand merkt es. Die Rechnung ging nicht auf. Stattdessen ist das Ehepaar mittlerweile getrennt, und das Gericht präsentierte jetzt die Rechnung.

Unna/Bönen – Mit dem Ziel, ein Darlehen zu erhalten, fälschte eine Frau aus Bönen offenbar eine Vollmacht ihres ahnungslosen Ehemannes. Nun sollte sich die 51-Jährige wegen dieser Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Sie erschien jedoch nicht zum Termin. Teuer wurde es für sie trotzdem.

Ende Juli 2019, so zumindest der Vorwurf, verfasste sie im Namen ihres nunmehr offenbar von ihr getrennt lebenden Mannes eine „Vollmacht zur Legitimation“. Inhalt: Der vermeintlich erkrankte Gatte ermächtigte sie zu Handlungen. Die Fälschung sollte ihr einen Bankkredit ermöglichen. Der Mann, so die Anklage, ahnte davon nichts und sie war sich darüber im Klaren, dass er damit auch nicht einverstanden sein würde.

Nun hätte der Fall vor dem Amtsgericht Unna verhandelt werden sollen. Von der Bönenerin, die zuvor strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war, fehlte allerdings jede Spur. Folgenlos blieb das Ganze aber nicht: Die 51-Jährige wurde in Abwesenheit auf Antrag der Staatsanwaltschaft per Strafbefehl zu 3200 Euro Geldstrafe verurteilt.

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