Urteil gegen 31-Jährigen

Unterwegs im Darknet: Ermittler finden Kinderpornografie auf Bönener Computer

Mit dem Smartphone verschickte ein Neuenrader kinderpornografisches Material.
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Ermittler fanden kinderpornografisches Material bei dem Bönener.

Bei einer Durchsuchung stießen Ermittler in der Wohnung eines Böneners auf mehrere Videos mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Vor Gericht beteuerte der 31-Jährige, selbst geschockt über die Dateien auf seinem Computer gewesen zu sein. Überzeugen konnte er damit nicht.

Unna/Bönen – Der Mann aus Bönen war Mitglied einer WhatsApp-Gruppe im Darknet und das brachte ihn in den Fokus der Ermittlungen. Anfang Januar wurde bei ihm durchsucht und die Beamten fanden auf einem Laptop elf einschlägige Videos.

Der Besitz von Kinder- und Jugendpornografie brachte den Mann, der zuvor noch nicht in Erscheinung getreten war, nun im Unnaer Amtsgericht auf die Anklagebank.

Angeklagter entgeht Gefängnisstrafe

Dort erklärte er, nichts von den Videos gewusst zu haben. Er halte von so etwas gar nichts. „Ich war erstaunt“, betonte der 31-Jährige. Unter Umständen sei das Ganze über die WhatsApp-Gruppe bei ihm gelandet. Dort sei er auch ausgetreten.

Diese Ahnungslosigkeit wollten ihm weder der Ankläger noch der Richter abnehmen. „Das ist völlig lebensfremd“, betonte der Richter. Angesichts des leeren Strafregisters, geordneter Verhältnisse und der Tatsache, dass der Bönener der außergerichtlichen Einziehung des Laptops zustimmte, blieb ihm eine Freiheitsstrafe in dem Fall erspart. Er wurde zu 4800 Euro Geldstrafe verurteilt und akzeptierte das umgehend.

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