Steigende Fallzahlen im Kreis Unna

Corona-Infektionen in Kitas ziehen größere Kreise

Corona-Infektionen in den Kitas im Kreis Unna
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Während im vergangenen Jahr einzelne Corona-Fälle in den Kitas im Kreis für Schließungen sorgten, stecken sich inzwischen mehr Kinder an.

Bönen – Die Zahl der Corona-Infizierten steigt und die Betroffenen werden jünger. Das bestätigen vielerorts die Gesundheitsämter, und auch die Kliniken müssen sich zunehmend um jüngere Erkrankte kümmern. Wie hoch der Anteil junger Infizierter im Kreis Unna ist, kann die Kreisverwaltung hingegen nach eigenen Angaben nicht sagen. „Über den Meldeweg bekommen wir das nicht mitgeteilt“, sagt Kreissprecherin Birgit Kalle.

Was ihre Kollegen vom Gesundheitsamt allerdings festgestellt haben, ist, dass Corona-Fälle in Kindertageseinrichtungen mittlerweile größere Kreise ziehen. „Im vergangenen Jahr war es eher so, dass es dort einzelne Fälle unter den Kindern oder Erziehern gab, die Infektionskette aber sofort unterbrochen war. Jetzt stellen wir fest, dass es eine Handvoll Infizierter gibt, wenn sich ein Kind angesteckt hat“, schildert Birgit Kalle. Zwar ließe sich dies nicht belegen, doch läge die Vermutung nahe, dass dies mit der Verbreitung der britischen Mutation des Virus zusammenhängt. Diese Variante soll nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender sein, als der Ursprungserreger.

Andersherum entspannt sich offenbar die Lage in den hohen Altersklassen. So gibt es nach eigenen Angaben beim Kreis zurzeit keinen Hinweis auf neuerliche Infektionen in Pflege- und Altenheimen – abgesehen von vereinzelten Fällen. Dort ist inzwischen jedoch ein Großteil der Bewohner und Mitarbeiter geimpft.

Die Möglichkeit, sich vor einer Ansteckung zu schützen, haben derzeit vor allem die über 80-Jährigen im Kreis Unna. „Nach dem neuen Erlass des Landes soll die Vergabe von freien Impfkapazitäten nun aber unbürokratischer möglich sein“, erklärt die Kreissprecherin.

Reserveliste für freie Impfkapazitäten

Dazu gebe es beim Kreis eine Reserveliste. Sollten Impfdosen übrig bleiben, werden die Menschen, die auf der Liste stehen, informiert und kurzfristig zur Immunisierung ins Impfzentrum gerufen.

Aufgeführt sind auf dieser Liste zum einen Angehörige der priorisierten Berufsgruppen wie Pflegekräfte, Feuerwehrleute und Polizisten, zum anderen Frauen und Männer mit schweren Vorerkrankungen. Sie hätten sich mit einem ärztlichen Attest bei den Verantwortlichen gemeldet.

Viele Termine könne der Kreis ihnen aber nicht anbieten. Tatsächlich bliebe in der Kreissporthalle nur sehr wenig Impfstoff übrig. „Und wir werden diese Reserveliste auch nicht weiter ausbauen“, sagt Birgit Kalle.

Ab 6. April sollen schließlich die Hausärzte mit ins Boot geholt werden. Und die wüssten um den Zustand ihrer Patienten und für wen die Impfung besonders sinnvoll ist.

Gleichzeitig sollen nach Ostern nun die unter 80-Jährigen Termine im Impfzentrum vereinbaren können. Nach aktuellem Stand soll die Vergabe nach Jahrgängen erfolgen, die 79-Jährigen beginnen demnach. Sie sollen zuvor eine schriftliche Einladung vom Kreis oder von ihrer Kommune erhalten.

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