Ohne Führerschein

Unbelehrbarer Mann aus Bönen lässt Auto einfach nicht stehen

Um den Führerschein von 48 Bürgern geht es beim Vorwurf, dass vertrauliche Patientendaten von der Polizei an den Kreis Soest gegeben worden seien.
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Der Mann aus Bönen saß mehrfach ohne Führerschein am Steuer.

Immer wieder war ein Mann aus Bönen mit dem Auto unterwegs, obwohl er keinen Führerschein hatte. Die letzte Fahrt endet für ihn nun im Gefängnis.

Unna/Bönen – Sein Führerschein war schon lange weg – beeindrucken konnte das einen Bönener (49) nicht im Geringsten. Auch Strafen prallten an ihm ab. Er setzte sich weiter hinter das Steuer. Zwei neue Fahrten brachten ihn jetzt vor Gericht und werden ihn nun die Freiheit kosten.

Fahren ohne Fahrerlaubnis bescherte dem Mann aus Bönen 2017 eine Geldstrafe und 2019 eine Bewährungsstrafe. Er hörte nicht auf. Am 27. April wurde er unter anderem wegen eines einschlägigen Delikts zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt, nachdem er sogar noch versucht hatte, seine Tochter zu einer Falschaussage zu drängen. Kurz davor und kurz danach trat er erneut einschlägig in Erscheinung.

Erklärungen des Angeklagten überzeugen nicht

Am Abend des 11. April wurde er bei einer Fahrt nach Hamm erwischt – nach wie vor ohne Führerschein und mit über zwei Promille im Blut. Er ließ sich nicht beirren. Am 12. Mai, also rund zwei Wochen nach der noch nicht rechtskräftigen Verurteilung zu einer Haftstrafe ohne Bewährung, fiel er wieder auf – erneut in Hamm, erneut hinter dem Steuer.

Vergeblich versuchte der 49-Jährige nun vor dem Unnaer Amtsgericht, die beiden Taten zu begründen. Im ersten Fall habe ihn seine Bekannte angerufen und gesagt, sie werde wieder einmal verprügelt. Da habe er nicht lange nachgedacht und sei einfach losgefahren – ohne Führerschein und stark alkoholisiert. Beim anderen Mal habe er das Auto doch nur kurz umgeparkt, weil da gerade diese Lücke gewesen sei. „Tut mir leid. Es sollte nicht mehr passieren. Ich möchte meinen Führerschein auch wiederbekommen.“

Sprachloser Richter

Diese Unbelehrbarkeit machte den Ankläger und den Richter nahezu sprachlos. „Man fragt sich wirklich, wie das passieren kann, dass Sie sich immer wieder hinter das Steuer setzen, ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein“, erklärte der Vertreter der Anklage.

Der Richter betonte, dass der Staat bei der Uneinsichtigkeit reagieren müsse. Und diese Reaktion fiel deutlich aus: acht Monate Haft ohne Bewährung und ein Jahr Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis.

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