Tipps für den Anbau im eigenen Beet: Gartenmarkt in Altenbögge

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Ein besonderer Hingucker beim Gartenmarkt war der alte Hanomag-Trecker, den Hans Bennemann mitgebracht hatte. Hierfür interessierten sich vor allem die Kinder, während ihre Eltern von Stand zu Stand stöberten. Anders als in vergangenen Jahren blieben die Händler von Regen verschont.

Bönen - Endlich war es schön. Nach Jahren mit durchwachsenem bis schlechtem Wetter strahlte zum zwölften Altenbögger Gartenmarkt die Sonne. Dem Anlass entsprechend: Wird die Blumenschau in diesem Jahr doch mit dem 50-jährigen Gemeindejubiläum verbunden.

Schon zur Eröffnung um 11 Uhr war der Markt gut besucht. Schlangen an den Ständen mit Blütenpflanzen und Gemüse-Zöglingen waren die Regel.

Vor allem die Händler, die dem Markt von Beginn an die Treue halten, blühten gestern auf. Die Grundidee des Altenbögger Gartenmarktes ist ja nicht nur, den Platz zu beleben und in den Gemeindemittelpunkt zu rücken. Die Kundschaft soll außerdem nicht nur mit Blumen eingedeckt werden. Der Markt hat auch die Funktion einer Infobörse mit entsprechenden, die Flora betreffenden, Themen. Beratung stand hoch im Kurs, die Händler redeten sich den Mund sprichwörtlich fusselig.

„Wir sind ja von Anfang an mit dabei“, erzählte Stephan Schwark. Die Familie des jungen Böneners zieht in der Nordbögger Gärtnerei Dominik Sommerblumen und Ranken sowie ausgefallene Tomatensorten. „Der Kunde kann wählen zwischen solchen Blüten- und Gemüsepflanzen, die viel, und solchen, die wenig Sonne benötigen.“ Der große Sonnenschirm diente aber eher dem Schutz des Verkaufspersonals vor einem Sonnenbrand.

Zwölfter Gartenmarkt in Altenbögge

Standortkriterien und der persönliche Geschmack sind nur zwei Aspekte der Wahl. Gärtnerin Andrea Koch ließ ihre Kundschaft Geranienduft aufnehmen. „Je stärker die riechen, desto kleiner werden die Blüten“, gab sie eine Entscheidungshilfe. „Sollen wir dort hinten bezahlen“, deutete die schnüffelnde Kundin zum Lieferwagen. „Nee. Ich hatte doch auch die Arbeit mit ihnen, da will ich jetzt auch das Geld haben“, frotzelte Koch.

„Ich hätte gerne einen roten Pfirsich, einen weißen und eine grüne Zucchini“, bekam Andreas Beckmann von der Gärtnerei Blütenmeer nebenan eine von zahlreichen Bestellungen. Der Spezialist für historische Tomatenpflanzen und Bio-Gemüse ist auch ein Urgestein des Marktes. „Solch eine Schlange wie heute gab es aber erst im vergangenen Jahr“, blickte er auf seine Verkaufgeschichte in Altenbögge zurück.

Alter Hanomag-Trecker als Blickfang

Richtig groß gemacht hatte sich der Imkerverein. Hans Bennemann hatte einen alten Hanomag-Trecker als Blickfang mitgebracht. Ein altes Bauernbett hatten die Bienenfreunde zur Sitzecke umgebaut. Neben einer Honigverkostung und mariniertem Feta als Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten, die das Naturprodukt bietet, gab es am Stand des Imkervereins zahlreiche Infos. Unter anderem zeigten die Imker, wie man den Steingarten halbwegs bienenfreundlich ausstatten kann.

Abseits der Gartenkultur mit Pflanzen und Schmuck, wie lebensgroße Stahlskulpturen, gab es auch Rock- und Popkultur: Die Band Di Hard brachte Klassiker wie „Irgendwas bleibt“ von Silbermond oder „Black Velvet“ von Alannah Miles an die Ohren. Schon der Soundcheck mit Hanna Schäfer (Bass), Martin Venhois (Schlagzeug), Thmas Kaftan und Conny Dargel (beide Gitarre), Frank Koepe (Keyboard) sowie Diana Schenk (Gesang und Boss) lockten einige Besucher vor die Bühne und zum Klatschen.

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