Tätowierer Manuel Hoppe nennt auch Corona als Grund für den Wechsel

Tierfutter statt Shishas: In Bönens Fußgängerzone ändert sich das Angebot

Das „Art und Design Haus“ in der Fußgängerzone wird derzeit umgebaut. Ab März soll es dann hier Tierfutter geben.
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Das „Art und Design Haus“ in der Fußgängerzone wird derzeit umgebaut. Ab März soll es dann hier Tierfutter geben.

Tierfutter statt Shishas und Bongs: In der Bönener Fußgängerzone vollzieht sich gerade ein Tapetenwechsel. Name und Sortiment des Geschäfts von Manuel Hoppe werden sich ändern. Auch wegen der Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen richtet der Tätowierer sein „zweites Standbein“ – direkt gegenüber seines Studios „Bönen Ink“ – gerade neu aus.

Bönen – Bislang verkaufte Manuel Hoppe allerlei Shisha- und Rauchzubehör, doch wie viele andere Einzelhändler musste er seinen Laden nun schon zum zweiten Mal in der Pandemie schließen. Bald, so kündigen gelbe Schilder in den Schaufensterscheiben an, wird es in der Fußgängerzone „Futter für Hund und Katz“ geben. „Wenn es noch einmal zum Lockdown kommt, möchte ich auf jeden Fall etwas haben, was systemrelevant ist und man offenlassen kann“, begründet Hoppe den Wechsel.

Auf die jetzige Idee brachten ihn seine zwei großen Hunde, mit denen er momentan viel Zeit verbringen kann, die er sonst seinem Laden und seiner Berufung widmet. Denn auch Tätowierer dürfen ihre Arbeit aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen derzeit nicht ausüben. „Ich beschäftige mich damit, was in dem Futter ist“, sagt Hoppe. Dementsprechend möchte er bald auch ein qualitativ hochwertiges Sortiment – weizenfrei und mit hohen Fleischanteil, wie er erklärt – anbieten. „Futternapf“ ist in einem Gedankenaustausch mit seiner Familie als Name gefunden worden.

Über Eröffnungstermin noch nicht entschieden

Momentan wird aber noch renoviert, die Innenausstattung dem neuen Bedarf angepasst. Das kostet allerdings, und der Lockdown habe seine Reserven aufgebraucht. Wann genau die Eröffnung sein wird, lässt Hoppe daher noch offen.

Den März hat er jetzt anvisiert. Die momentan freie Zeit nutzt er für Vertretergespräche oder hilft seiner Tochter beim Homeschooling.

Altes Sortiment weiter im Tattoo-Studio gegenüber

Shisha und Bongs wird es demnächst gegenüber im Tattoo-Studio geben. Dessen Wiedereröffnung kann Hoppe kaum abwarten. Den Kontakt mit den Kunden hält er aufrecht. Viele würden nach neuen Terminen fragen, damit sie drankommen, sobald es wieder losgeht. „Die Bücher waren relativ voll“, sagt der Künstler, der zusätzlich in Hamm das „Realistic Tattoo Art und Ink Department“ betreibt. Hoppe hofft, dass alle Kunden wiederkommen. Abzuwarten ist aus seiner Sicht, ob das bereits zurückgelegte Geld für den Körperschmuck zum Beispiel wegen Kurzarbeit oder seitdem unvorhersehbar dazwischengekommenen finanziellen Ausgaben bei allen noch für eines seiner Kunstwerke vorhanden ist.

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