Letzte Ruhe unter Stelen

Themenfeldanlage auf dem Friedhof Altenbögge soll erweitert werden

Der Bönener Bestatter Martin Schulte ließ die beiden Themenfelder auf dem Friedhof in Altenbögge anlegen.
+
Der Bönener Bestatter Martin Schulte ließ die beiden Themenfelder auf dem Friedhof in Altenbögge anlegen.

Bönen – Urne oder Sarg, Stele, Grabfeld oder Baum – die Bestattungsmöglichkeiten auf dem Friedhof in Altenbögge sind vielfältig. Seit dem vergangenen Jahr gibt es nun auch die Möglichkeit, die sterblichen Überreste beziehungsweise die Asche eines Angehörigen in ein ansprechend gestaltetes Themenfeld auf dem Kommunalfriedhof betten zu lassen. Das neue Angebot findet offenbar großen Anklang. Es sind kaum noch Grabstätten frei. Deshalb überlegt die Gemeindeverwaltung derzeit, eine weitere Fläche auf dem Friedhof als Themenfeld zu verpachten und umgestalten zu lassen.

Pächter der bestehenden zwei Felder ist der Bönener Bestatter Martin Schulte. Jahrelang hatte er sich zuvor darum bemüht, einen solchen Bereich gestalten und betreiben zu dürfen. Ideen für die Gestaltung hat er sich in der Zwischenzeit in anderen Kommunen geholt, die auf ihren Ruhstätten bereits solchen landschaftsarchitektonisch gestalteten Bereiche zur Bestattung vorhalten. Und auch die Evangelische Kirchengemeinde bietet auf ihrem Friedhof an der Lenningser Straße Urnengräber in einem liebevoll angelegten und bepflanzten Areal an. Im vergangenen Jahr konnte Schulte sein Vorhaben dann umsetzen, und sein Konzept wird sehr gut angenommen.

In Altenbögge wurden laut Gemeindeverwaltung im ersten Jahr bereits 21 Gräber in den Themenfeldern verkauft. In diesem Jahr kamen weitere Käufe dazu, sodass inzwischen nur noch zwei Erdwahlgräber frei sind und der äußere Kreis im Urnenfeld bereits komplett belegt ist. Daher möchte die Gemeinde nun gemeinsam mit Schulte ein weiteres, drittes Grabfeld erstellen, welches sich an die zweite Fläche hinter der Trauerhalle anschließt.

Ausschuss stimmt Vorschlag zu

Sollte sich herausstellen, dass die Nachfrage an Erdbestattungen in einem Themenfeld zu groß ist, könnten die weiteren zwei Optionalfelder angepasst und das Angebot für Erdbestattungen erweitert werden, schlägt die Verwaltung vor.

Darüber hinaus sollen die bereits vorhandenen Themenfelder mehr Möglichkeiten bieten. Momentan gibt es auf der Anlage lediglich die Wahl zwischen zweistelligen Urnen- und einstelligen Erdwahlgräbern. Das heißt, an gleicher Stelle werden zwei Urnen beziehungsweise ein Sarg beigesetzt. Ähnlich wie bei der Baumbestattung auf dem Friedhof soll es künftig aber auch Plätze für einzelne Urnen geben.

In ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Fachausschusses Planen, Bauen und Umwelt diesem Plan bereits zugestimmt. Zudem soll sich die Gemeinde die Herrichtung und Refinanzierung für das dritte Themenfeld vertraglich sichern, passend zu den anderen beiden Felder. Am Donnerstag berät nun der Haupt- und Finanzausschuss noch einmal darüber.

Endgültig abgestimmt wird dann über diesen Beschlussvorschlag der Verwaltung am Donnerstag, 18. Februar, in der Sitzung des Gemeinderates. Er tagt ab 18 Uhr in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare