Sturm stürzt Bäume um: Gemeinde sperrt Wald

Welche Kraft die Orkanböen entwickelten, wird beim Anblick dieser Weide deutlich. Der Sturm zerfetzte den Baum, der auf dem Nachbargrundstück an der Hammer Straße noch eine Gartenlaube unter sich begrub. - Foto: Lindemann

BÖNEN - Die orkanartigen Böen haben gestern im gesamten Gemeindegebiet Schäden angerichtet. Der Sturm hat vor allem alleinstehende Bäume wie Streichhölzer umgeknickt oder entwurzelt.

Angesichts weiterer Sturmwarnungen hat die Gemeinde den Mergelbergwald bis kommenden Freitag wegen der Gefahr von Astbruch oder umstürzender Bäume vorsorglich komplett gesperrt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, aber schon die ein oder andere Gartenlaube, einige Zäune und Regenschirme.

Die Mitarbeiter des Bauhofes waren gestern den ganzen Tag im Einsatz, um Sturmschäden zu suchen und zu beseitigen, wenn es auf Anhieb möglich war. Da sie im gemeindeigenen Mergelbergwald auch umgestürzte Bäume und Kronenteile auf den Wegen fanden, entschieden die Verantwortlichen im Rathaus, den Wald erst einmal bis zum Wochenende komplett zu sperren – zumal das stürmische Wetter in den nächsten Tagen anhalten soll.

In einer ersten Bestandsaufnahme berichtete Fachbereichsleiter Robert Eisler von weiteren Schäden an verschiedenen Standorten. Am äußersten süd-westlichen Ende von Altenbögge konnten drei Weiden dem Sturm nicht standhalten. Einer stürzte am Ortseingang auf das erste bewohnte Grundstück an der Hammer Straße, zerstörte eine Gartenlaube und beschädigte eine Garage.

Für die Beseitigung dieses Schadens ist die Gemeinde verantwortlich. „Wir sind für alles, was sich im öffentlichen Raum befindet zuständig. Also auch für diese Bäume“, erläuterte Eisler. Anders sehe das natürlich bei den Bäumen auf Privatgrundstücken aus. „Dafür sind natürlich die Eigentümer verantwortlich“, betonte der Fachbereichsleiter. So wie am Nordkamp, wo zwei Bäume nahe des regenrückhaltebeckens auf einem privaten Grundstück umgestürzt sind.Dort wurde auch eine Gartenhütte in Mitleidenschaft gezogen.

Wie Streichhölzer knickte der Sturm zwei der drei Bäume ab, die auf dem Kreisel Rhynerner Straße/Edisonstraße am östlichen Ortseingang stehen. Auch an der Zaunanlage zwischen der Hauptschule und dem Birnenweg rüttelte der Sturm so heftig, dass sie beschädigt wurde.

Dass, das Unwetter auch erhebliche Regenfälle mit sich brachte, wird vor allem an der Seseke deutlich. Das Wasser hat den Bachlauf zu einem kleinen Fluß anwachsen lassen, in den Hochwasser-Rückhaltebecken haben sich inzwischen Seen gebildet.

Schäden anderer Art mussten auch Passanten in der Fußgängerzone in Kauf nehmen. Wer sich gegen den immer wieder einsetzenden Regen mit einem Schirm wappnen wollte, hatte gegen die starken Böen keine Chance. Eine Zeit lang trotzte das Gestänge noch den Winden, die daran zerrten. Dann reichte eine heftige Böe, den Schirm buchstäblich auf links zu drehen. Gestern hatte wohl so mancher verbogene Schirm endgültig ausgedient und landete im Abfalleimer.

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