Behördliche Wege müssen eingehalten werden

Stillstand am Unglücksort: GWA wartet auf Abbruchgenehmigung

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Ruhe herrscht zur Zeit auf der Großbrandstelle. Die GWA muss nun erst einmal eine Abbruchgenehmigung beantragen. 

Bönen - Mit den letzten Schläuchen hat sich Ende der vergangenen Woche auch die freiwillige Feuerwehr endgültig von der beim Großbrand völlig zerstörten Wertstoffaufbereitungsanlage zwischen Industrie- und Rudolf-Diesel-Straße verabschiedet. Auch die Abbrucharbeiten sind eingestellt.

An der Unglücksstelle herrschte am Montag fast keinerlei Betrieb. Nur Räumfahrzeuge wurden abtransportiert. „Das hat rechtliche Gründe“, ließ GWA-Sprecher Andreas Hellmich auf Anfrage wissen. Solange die Feuerwehr auf dem Gelände aktiv war, dienten die Abbrucharbeiten noch der Sicherung der Unglücksstelle.

Nun hat die Gesellschaft für Abfallwirtschaft des Kreises Unna aber wieder die Verantwortung für das Grundstück, das acht Tage nach dem Großbrand von Schrott, Schutt und abgelöschten Restmüllbergen geprägt wird.

„Bevor wir aufräumen können, müssen wir erst die behördlichen Wege einhalten“, erläuterte der GWA-Sprecher, der in der vergangenen Woche gefragt war wie nie zuvor. „Wir müssen jetzt zunächst wie alle anderen Betriebe auch, ganz normal eine Abbruchgenehmigung für die Gebäudereste beantragen“, sagte Hellmich. Wie lange das dauern könne, sei noch nicht zu sagen. 

Großbrand in GWA-Anlage in Bönen - Der Sonntag in Bildern

Luftbilder vom verheerenden Brand in Bönen

Das gilt auch für die genaue Höhe des Schadens, der nach den bisherigen Schätzungen der GWA-Verantwortlichen „mehrere Millionen“ betragen soll. Die genaue Schadenshöhe könne erst beziffert werden, wenn die Gutachter der Versicherungen ihre Arbeit abgeschlossen haben, fügte er hinzu.

GWA dankt allen Rettungskräften und Helfern

Endgültig klar ist nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates der kreiseigenen Gesellschaft, dass die Wertstoffaufbereitungsanlage an Ort und Stelle wieder aufgebaut werden soll. Dazu teiltedie Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Cziehso mit: „Wir haben uns ausführlich über den Brandhergang und die im Nachgang dazu eingeleiteten Maßnahmen informiert. 

Gemeinsam mit der GWA-Geschäftsleitung haben wir über die Perspektiven des Standortes und die nun zu ergreifenden Schritte beraten. Infolgedessen hat der Aufsichtsrat die Geschäftsleitung damit beauftragt, bis Ende August ein stimmiges und zukunftsweisendes Konzept für den Neuaufbau des Standortes zu entwickeln“, teilte die Kreistagsabgeordnete mit. 

GWA-Anlage in Bönen steht in Flammen

Ausdrücklich bedankten sich Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der GWA nach der Sondersitzung noch einmal bei den weit mehr als 1000 Feuerwehrleuten aus ganz Westfalen und bei allen weiteren Rettungskräften, die bei der Bekämpfung des Großbrandes geholfen hatten.

„Nicht zuletzt danken wir auch der eigenen Belegschaft für ihren engagierten Einsatz während des Brandes und in den folgenden Tagen, als es darum ging, durch Umsteuerung der Stoffströme und weitere organisatorische Maßnahmen den Service für alle privaten und gewerblichen Kunden sicherzustellen“, so Cziehso. 

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