Stau vor der Postagentur

Wenn es mal wieder dauert: Alternativen zum Schlange stehen

Menschenschlange vor Postagentur Bönen
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Bitte warten... Viele Bönener ärgern sich über die Schlangen vor der Postagentur.

Sie nervt viele Bönener: Die lange Schlange, die sich vor der Postagentur im Rewe-Markt nahezu täglich bildet. Wer nur eben eine Briefmarke kaufen möchte, muss manchmal lange warten. Gibt’s da keine andere Lösung?, fragen sich viele Kunden.

Bönen – Auch Ratsmitglied Senay Oturak wurde von Bürgern auf den Daueraufreger angesprochen und fragte bei der Deutschen Post an, ob die – zumindest so lange die Pandemie andauert – wieder einen Briefmarkenautomaten am Ausgang zum Parkplatz aufstellen könnte. Den wird es nicht geben, antwortete die Post prompt auf Anfrage des WA. Aber es gebe durchaus Alternativen zur stark frequentierten Postagentur in der Ortsmitte.

Wo ist denn hier das Ende der Schlange, fragt sich mancher Postkunde gerade in Zeiten der Pandemie bange, wenn er den Rewe-Markt betritt. Da stehen die Kunden brav aufgereiht bis zum Parkplatz, manche mit Paket, andere ohne. „Viele haben mir erzählt, dass sie nur eine Briefmarke brauchen, aber trotzdem 20 bis 30 Minuten warten mussten“, berichtet Senay Oturak, „und gefragt, ob man da nicht was ändern kann.“ Also hat sich der Ratsherr (Die Linke) an die Post gewandt, ob die nicht in Coronazeiten zur Entlastung einen Briefmarkenautomaten aufstellen kann. „Bis vor ein paar Jahren gab es den am Eingang vom Parkplatz“, erinnert sich Oturak. „Das würde vielleicht helfen.“

Ein Briefmarkenautomat wird nicht aufgestellt

„Ein Briefmarkenautomat wird definitiv nicht zurückkommen“, sagt Postsprecher Rainer Ernzer. Das habe verschiedene Gründe. „Zum einen waren die Automaten sehr anfällig für Störungen, zum anderen wurden sie so wenig genutzt, dass der Wartungsaufwand und die Kosten dazu in keinem Verhältnis standen. Inzwischen werden die Geräte gar nicht mehr gebaut, es gibt auch keine Ersatzteile mehr, um alte Geräte zu aktivieren.“

Die Filialpartner der Post wie Rewe Karwoth versuchten alles, um Staus zu vermeiden, aber in Coronazeiten sei das Post- und Paketaufkommen wesentlich höher als sonst. „Da wird einfach viel mehr bestellt und verschickt und auch wieder als Retoure aufgegeben.“ Dass die Kunden genervt seien, wenn sie im Stau stecken, obwohl sie nur schnell eine Briefmarke brauchen oder eine Retoure abgeben wollen, das kann der Postsprecher nachvollziehen.

Schnell und einfach im Internet

Aber da gebe es längst Alternativen zum Schlangestehen vor dem Schalter der Postagentur, betont Ernzer. Die seien aber offensichtlich immer noch nicht allgemein bekannt. „Ganz bequem und schnell geht es auf der Internetseite oder mit der App von Post und DHL. Dort kann man vom Smartphone aus die benötigte Briefmarke kaufen. Das geht super einfach“, betont der Postsprecher. „Man kann sich die Marke ausdrucken lassen oder einen Code generieren. Den schreibt man einfach auf den Brief und kann ihn in den nächsten Postkasten werfen. Das funktioniert auch für Pakete.“ Voraussetzung dafür sei allerdings bislang, dass der Kunde das Bezahlsystem Paypal nutzt. Das soll sich aber demnächst auch ändern, wenn zusätzliche Bezahlmöglichkeiten aufgenommen werden.

Paketshops und Packstationen

Eine andere Alternative zur Postagentur seien die beiden Paketshops: Tabakstube Kurth an der Bahnhofstraße 127a und der Kiosk Kavsur an der Bahnhofstraße 186. „Auch hier kann man Briefmarken kaufen, aber auch Pakete versenden und Retouren abgeben.“

Wer sich nicht den Öffnungszeiten fügen möchte, dem empfiehlt Rainer Ernzer eine der beiden Packstationen bei Aldi am Marmelinghöfener Weg 3 oder bei Penny an der Heinrich-Wieschhoff-Straße 1, die rund um die Uhr funktionieren.

Wer dennoch zur Postagentur geht, sollte, wenn möglich, die stark frequentierten Zeiten vor der Mittagspause und am späten Nachmittag meiden, rät der Postsprecher, um sich lange Wartezeiten zu ersparen.

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