Bönener Spielplätze: Gelände an der Hermannstraße kommt gut an

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Ausgestattet mit Matschhosen, Gummistiefeln und warmer Kleidung testen die Kinder der Kita Immanuel den Spielplatz an der Hermannstraße. Insgesamt ist das Gelände in einem guten Zustand.

Bönen - Im zweiten Teil unseres Spielplatztests in Bönen war WA-Mitarbeiterin Pauline Sickmann mit Kindern aus der Kita Immanuel auf dem Spielplatz an der Hermannstraße.

Gummistiefel, Matschhose und dicke Jacke: Auch für den zweiten Test in unserer Serie müssen sich die Kita-Kinder dick einpacken. Für unsere Serie „Spielplatztest“ testen wir mit Kindern aus der Gemeinde die Spielplätze in Bönen. Heute besuche ich mit den Kindern der Kita Immanuel den Spielplatz an der Hermannstraße, der direkt an das Kita-Gelände angrenzt. 

Hier geht es zum ersten Teil: Der Spielplatz "Königsholz"

Als ich an der Kita ankomme, sind die Kinder schon in Aufbruchsstimmung. Die ersten sitzen bereits fertig angezogen im Flur, andere schlüpfen gerade in die wetterfeste Kleidung. Dann geht es los: In Zweierreihen marschieren die Drei- bis Sechsjährigen mit ihren Erzieherinnen in Richtung Spielplatz. 

Die Klassiker unter den Spielgeräten wie Schaukel, Wippe und Rutsche kommen bei den Kindern besonders gut an.

Dort angekommen, wollen die ersten sofort losstürmen, aber Gruppenleiterin Johanna Pietrowski hält sie zurück: Sie erinnert die Kinder noch einmal an die drei Regeln, die für sie auf dem Spielplatz gelten: Keiner läuft weg, niemand tut einem anderen Kind weh, und alle hören auf die Erzieherinnen. Dann geht es aber los und die 21 Kinder der Igelgruppe haben die Qual der Wahl. Schaukel, Kletterwand, Wippe, Federwipptiere, Drehteller, Rutsche, Sandwaage – oder einfach buddeln im Sand. Die Vielfalt der Spielmöglichkeiten ist groß. 

Schaukelfans und Zapfensammler

Die Klassiker unter den Spielgeräten sind besonders beliebt: Die Wippe ist zu jeder Zeit besetzt und vor der Schaukel tummeln sich die Kinder ebenfalls. „In der Kita haben wir keine Schaukel“, erklärt Johanna Pietrowski. Wegen der Schaukeln auf dem Spielplatz könnten aber fast alle Kinder aus ihrer Gruppe gut schaukeln.

 „Früher gab es hier auch eine Babyschaukel“, sagt sie. Das sei schön gewesen für Kinder mit jüngeren Geschwistern. „Viele Eltern aus unserer Kita gehen nachmittags, nachdem sie die Kinder abgeholt haben, noch eine Runde auf den Spielplatz, bevor sie nach Hause gehen.“ 

Das Highlight auf dem Spielplatz sind zumindest an diesem Tag aber nicht die Spielgeräte: Eine Gruppe von Kindern hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Tannenzapfen auf dem Gelände zu sammeln. „Wir bauen einen Turm so hoch wie die Bäume“, erklärt mir ein beteiligtes Mädchen. 

Stolz präsentieren die Kinder die Zapfen, die sie auf dem Spielplatzgelände gesammelt haben.

Der fünfjährige Mats (aus Datenschutzgründen musste die Redaktion die Namen der Kinder ändern) sammelt ebenfalls Zapfen, später zeigt er mir aber auch noch die Kletterwand. „Früher war die noch einfacher, aber seitdem die Griffe umgesteckt wurden, ist das schwieriger geworden“, sagt er. 

Spielgerät bricht plötzlich ab

Während des Tests brach das Spielgerät auseinander.

Ihm gefallen alle Spielgeräte auf dem Spielplatz. Als ich ihn frage, ob ihm noch etwas fehlt, muss er kurz überlegen. Dann antwortet er grinsend: „Eine Tunnelrutsche“. Die dreijährige Lisa spielt lieber an der Sandwaage. Aus dem feuchten Sand formt sie Eiskugeln und bietet sie den anderen Kindern an. Es ist Erdbeereis, ihre Lieblingssorte. Zu diesem Zeitpunkt funktioniert die Waage noch – doch wenig später kommen zwei Jungen mit dem Waagbalken in der Hand zu Johanna Pietrowski. 

„Wir haben nichts gemacht, das ist einfach abgebrochen“, beteuern sie. Das kaputte Spielgerät ist gefährlich: An den scharfen Metallkanten könnten sich die Kinder verletzen. Die Gemeinde erklärte auf Nachfrage, sich schnellstmöglich um die Sicherung des defekten Spielgeräts zu kümmern. 

Insgesamt ist der Spielplatz aber in einem guten Zustand. „Der Sand wurde frisch aufgefüllt“, sagt Johanna Pietrowski. Auch einige Spielgeräte seien noch relativ neu.

Testurteil

Der Spielplatz punktet mit den Klassikern Rutsche, Schaukel und Wippe. Insgesamt ist er in einem guten Zustand. Für das kaputte Spielgerät gibt es Abzug. Wir geben: 4 von 5 Sterne

Mit der Kita „Puzzlekiste“ testen wir in der nächsten Folge den Spielplatz an der Lilienstraße.

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