Nach dem Hochwasser

SPD-Fraktion fordert Erstellung einer Starkregenkarte, um künftig Schäden zu vermeiden

Garten verwandelt sich durch Starkregen in Teich
+
Die Folgen des Starkregens richteten in vielen Teilen der Gemeinde große Schäden an.

Nach dem Hochwasser fordert die SPD-Fraktion Bönen von der Gemeindeverwaltung die Erstellung einer Starkregenkarte sowie einen Sachstandsbericht, was vom Klimafolgenanpassungskonzept bereits konkret umgesetzt wurde.

Bönen – „Das Starkregenereignis Mitte Juli hat geschätzt ein Viertel der Bönener Haushalte betroffen. Konkrete Zahlen und eine räumliche Eingrenzung wurden von der Gemeinde Bönen bisher nicht erhoben, könnten jedoch Hinweise auf auch zukünftig gefährdete Hochwasserbereiche liefern“, so Dirk Lampersbach, Fraktionsvorsitzender der SPD Bönen. Gleichzeitig würden heiße und niederschlagsarme Sommer künftig häufiger stattfinden, auf die ebenfalls reagiert werden müsse hinsichtlich der anzupflanzenden Vegetation, Entsiegelung von Flächen und Luftschneisen.

Auch jeder Bürger durch sein Handeln verantwortlich

„Der Klimawandel lässt sich nicht mehr aufhalten, nur abmildern. Neben Maßnahmen, die umweltfreundliches Verhalten, kleinräumige Maßnahmen und einen ressourcenschonenden Energieeinsatz attraktiver machen, bedarf es einer umfassenden Vorbereitung der Kommunen, um Großschadensereignissen entgegenzuwirken und Folgen für Menschen und Natur zu verringern“, ergänzt Ute Brüggenhorst für die SPD-Fraktion. Die Umsetzung entsprechender Maßnahmen aber sei nicht nur Aufgabe der Verwaltung, sondern in der Verantwortung jedes einzelnen Bürgers, der zum Beispiel mit der Entsiegelung von Flächen zur Verbesserung der Situation beiträgt, betont Lampersbach.

Die SPD-Fraktion fordert deshalb die Verwaltung in einem aktuellen Antrag auf, eine Starkregenkarte zu erstellen, die abbildet, wo auf Gemeindegebiet Gefahren durch Sturzfluten und Starkregen entstehen. Bürger, Immobilienbesitzer und Unternehmen könnten die Karte nutzen, um Risiken für ihr Eigentum zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus, argumentieren die Sozialdemokraten, böte die Karte wichtige Informationen für die Bauleitplanung, Raumplanung, Ver- und Entsorgung, Denkmal- und Katastrophenschutz.

Sachstandbericht über Klimafolgenanpassungskonzept

„Im Jahr 2019 hat Bönen den Klimanotstand ausgerufen. Ein Klimaanpassungskonzept ist bereits 2013 erarbeitet worden. Damit hat sich Bönen der Sache schon früh angenommen“, so Lampersbach. Die Überprüfung des Konzeptes sei ein fortlaufender Prozess. „Daher sind neueste wissenschaftliche Empfehlungen aufzugreifen und einzubeziehen, um gezielt Anpassungen priorisiert vornehmen zu können.“ In diesem Zusammenhang fordert die SPD-Fraktion die Verwaltung auf, einen Sachstandsbericht zum Anpassungskonzept – insbesondere zum flächendeckenden Umbau auf ein nach Reinwasser und Abwasser getrenntes Kanalisationssystem – zu geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare