SPD-Fraktion beantragt Tempo 30 für die gesamte Bahnhofstraße

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Für den östlichen Teil der Bahnhofstraße liegt noch keine Planung vor. Die SPD-Fraktion fordert jedoch ein Gesamtkonzept, das von der Rhynerner Straße bis zur Hammer Straße reicht.

Bönen „Warum machen wir nicht Tempo 30 in ganz Bönen?“ Diese Frage stellte Ute Brüggenhorst im Haupt- und Finanzausschuss bei der Diskussion um die Sanierung der Bahnhofstraße. Jetzt lässt die SPD-Fraktion Taten folgen. Sie richtete an Bürgermeister Rotering jetzt einen Antrag zur Einrichtung einer Tempo-30-Zone und Erstellung eines Gesamtkonzepts für die Erneuerung der Bahnhofstraße.

„Zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer und zur Steigerung der Lebensqualität“ beantragt die Bönener SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Gemeindegebiet entlang der Bahnhofstraße zwischen Hammer Straße und Rhynerner Straße, sowie allen Nebenstraßen. 

„Gleichfalls fordern wir die Gemeindeverwaltung auf, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das die Neugestaltung der Bahnhofstraße als Ganzes umfasst“, erläutert Fraktionsvorsitzender Dirk Lampersbach. „Seit Jahren beklagen sich Bürger darüber, dass das Radfahren auf der Bahnhofstraße gefährlich ist. Politik und Verwaltung haben dazu immer wieder erklärt, dass ein sicheres Radfahrkonzept auf der gesamten Bahnhofstraße umgesetzt wird, nachdem die Straße zur Gemeindestraße zurückgestuft wurde. Dies ist jetzt der Fall.“ 

Die Planung der Verwaltung sieht bekanntlich zunächst lediglich einen sogenannten Schutzstreifen von der Hammer Straße bis zur Adalbertstraße vor. Planungsentwürfe für den östlichen Teil gibt es derzeit nicht.

„Bahnhofstraße ist die Visitenkarte Bönens“ 

„Die Chance, ein Konzept für die Gestaltung der Bahnhofstraße im Interesse des Radverkehres umzusetzen, wird auf Jahre nicht wieder kommen. Unsere Bahnhofstraße ist die lebendige Visitenkarte unserer Gemeinde, sie prägt das Erscheinungsbild. Wir haben jetzt die einmalige Gelegenheit, das Gesicht unserer Kommune positiv zu verändern“ argumentiert Lampersbach. 

Grundsätzlich gilt innerhalb von geschlossenen Ortschaften eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. In Wohngebieten können Tempo 30-Zonen ausgewiesen werden. Die Einrichtung einer Tempo-30-Zone kann ebenso in Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie hohem Querungsbedarf angeordnet werden.

„Entlang der Bahnhofstraße befinden sich Schulen, Seniorenwohnanlagen, Geschäfte und eine dichte Wohnbebauung. Seit Jahresbeginn ist die Bahnhofstraße eine kommunale Straße und keine Ortsdurchfahrt, so dass eine Ausweisung als Tempo-30-Zone möglich ist“, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion. 

Bürgermeister Stephan Rotering hatte im Haupt- und Finanzausschuss eingeräumt, dass eine grundsätzliche Überplanung der Bahnhofstraße nicht vorgesehen sei. „Aber gerade der östliche Teil der Bahnhofstraße ab Bahnübergang bedarf unter verkehrlichen Sicherheitsaspekten und hinsichtlich der Lärm- und Abgasbelastung einer grundsätzlichen Konzeptionierung“, so Lampersbach. 

Denn im Bereich entlang der östlichen Bahnhofstraße ab Schubertstraße werde derzeit beidseitig geparkt. Radfahrer, die die Straße befahren, müssten sich zwischen parkenden Autos und fließendem Verkehr behaupten. 

Da gesonderte Radspuren laut Verwaltung aus Platzgründen nicht realisierbar sind, Schutzstreifen aus Sicht der SPD sehr schmal sind, oft zu nah an parkenden Autos vorbeiführen und Autofahrer den nötigen Sicherheitsabstand nicht einhalten, schlägt die SPD-Fraktion in ihrem Antrag die Ausweisung einer Tempo-30-Zone entlang der Bahnhofstraße vor. Diese reduziere nicht nur die Geschwindigkeit und trage zum Lärmschutz und der Verringerung von Abgasemissionen bei, sondern steigere Sicherheit und Lebensqualität. Auf gesonderte Radwege könne dann sogar ganz verzichtet werden. 

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