Veränderter Umgang mit Geld

Sparkasse bestätigt Trend: Kontaktlose Zahlungen haben sich verdoppelt

Mann vor Geldautomat
+
Der Bedarf an Bargeld ist im vergangenen Jahr gesunken. Geldautomaten der Sparkasse in Bönen und Bergkamen wurden weniger genutzt.

Bönen/Bergkamen – Die Corona-Pandemie beschleunigt eine Entwicklung, die bereits in Gang gekommen war: den Trend zum kontaktlosen Bezahlen. Diesen Trend beobachtet auch die Sparkasse Bergkamen-Bönen bei ihren Kunden.

Seit Beginn der Coronakrise in Deutschland hat der Anstieg an Kontaktlos-Zahlungen zusätzlich an Fahrt gewonnen, denn nicht zuletzt aus hygienischen Gründen – und weil die meisten Händler ihre Kunden darum bitten – bezahlen die Deutschen an der Kasse immer häufiger kontaktlos – mit Karte oder eben dem Smartphone.

Die Sparkassen-Finanzgruppe geht davon aus, dass die Nutzungsquote dauerhaft auf erhöhtem Niveau bleiben wird. Nicht zuletzt deshalb, weil die Deutsche Kreditwirtschaft auf die steigende Nachfrage und den Wunsch von Kunden und Händlern reagiert und das Limit für kontaktlose Bezahlungen ohne Pin-Eingabe von zuvor 25 auf 50 Euro angehoben hat.

„Ein Hauptgrund für die positive Entwicklung ist neben dem Nutzungsverhalten der Kunden die große Verfügbarkeit an Kontaktlos-Bezahlmöglichkeiten im Handel“, so Michael Krause, Sprecher der Sparkasse Bergkamen-Bönen. „Knapp 90 Prozent aller Kartenterminals sind dafür inzwischen gerüstet. Insgesamt setzen selbst bisherige Bargeld-Domänen, wie zum Beispiel inhabergeführte Bäckereien und Metzgereien sowie Imbiss- oder Kioskbetreiber, verstärkt auf die Vorteile der kontaktlosen Girocard-Zahlungen.“

Der klare Trend weg vom Bargeld, hin zum kontaktlosen Zahlen und zum Online-Banking anstelle von Überweisungsaufträgen auf Papier am Schalter lässt sich durch die Zahlen aus dem Corona-Jahr 2020 auch vor Ort klar belegen, die sich allerdings auf beide Standorte des Geldinstituts beziehen. „Wie die Zahlen in Bönen und Bergkamen im Einzelnen aussehen, das können wir nicht ausein- anderrechnen“, sagt Michael Krause. Das Kundenverhalten an beiden Standorten schätzt er jedoch als weitgehend identisch ein.

Bei der Zahl der Kartenzahlungen insgesamt verzeichnet die Sparkasse Bergkamen-Bönen eine Steigerung um 26 Prozent im vergangenen Jahr. „Beim kontaktlosen Bezahlen sehen wir eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 97 Prozent“, so Krause. Die Zahl hat sich also fast verdoppelt. Dagegen hat sich kontaktbehaftete Bezahlung um 17 Prozent reduziert.

Weniger Barauszahlungen am Automaten

Weil vieles inzwischen bargeldlos bezahlt wird, ist auch der Bedarf an Bargeld im Portemonnaie gesunken. Die Sparkassenkunden steuerten seltener den Geldautomaten an, um Nachschub zu holen. „Die Zahl der Barauszahlungen ging in beiden Kommunen um 17 Prozent zurück“, bestätigt Michael Krause.

Die Corona-Pandemie und der Lockdown haben rund 1200 Kunden dazu veranlasst, erstmalig auf Online-Banking umzusteigen, um ihre Bankgeschäfte auch im Lockdown jederzeit von zu Hause aus erledigen zu können.

Von den Kunden, die für das Online-Banking angemeldet sind, nutzten 18 Prozent mehr als noch 2019 die Sparkassen-App für mobiles Bezahlen, weiß Michael Krause.

„Der durchschnittliche Betrag einer kontaktlosen Zahlung mit der Sparkassen-Card lag bei 38 Euro“, so Krause, „und bei 35 Euro bei Handyzahlungen.

Über die Zahlen, wie häufig die Bezahlfunktion im Smartphone mittlerweile genutzt wird, kann Sparkassensprecher Michael Krause keine Aussagen machen. „Uns liegen keine Daten für diesen Dienst vor. Verlässliche Zahlen werden nur zentral erhoben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare