Holtfeld: Runder Tisch bis Monatsende

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Stein des Anstoßes: der Spielplatz Holtfeld. Dort geht es laut Anliegerbeschwerden zu später Stunde noch rund. Die Gemeinde wird ihn demnächst abends abschließen, sucht aber auch den Kontakt zu den Familien der Ruhestörer.

Bönen – Die von der Gemeinde angekündigte Initiative für mehr sozialen Frieden um die Hochhäuser an der Adalbertstraße und den benachbarten Spielplatz am Holtfeld will offenbar sorgsam erörtert werden, braucht also Zeit. Es geht um einen Verdacht auf eine mögliche Kindswohlgefährdung.

Wie berichtet, hat die Bönener Verwaltung das Kreisjugendamt um Unterstützung ersucht, indem sie den Verdacht auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung angezeigt hat, weil da womöglich kleine Kinder spätabends ums Haus tollen. Eine solche Meldung nach Paragraf 8 a Sozialgesetzbuch erfordert in der Regel eine unmittelbare Reaktion.

Die Fachleute des Kreises sehen aber wohl keine Veranlassung, hier gleich mit der Kavallerie anzurücken, also wohl keine akuten Risiken.

Alle Beteiligte ins Boot holen

Nach ersten internen Abstimmungen habe man für Ende des Monats die genauere Erörterung sozialarbeiterischer Maßnahmen mit der Gemeinde vereinbart, berichtete Kreissprecherin Birgit Kalle dem WA. „Wir wollen mit allen Beteiligten ausloten, was dort getan werden kann“, sagte Kalle. 

Dazu werde der Kreis Vertreter der Kinder- und Jugendförderung, des Allgemeinen Sozialen Dienstes beim Kreisjugendamt, des Kommunalen Integrationszentrums und des Bönener Jugendtreffs „Go In“ ins Gespräch schicken. Aus Bönen kommen Gemeindevertreter samt Ordnungsamt, der Integrationsbeauftragte, der Verein Zuflucht.Bönen und Vertreter der Hauptschule mit an den Tisch.

Späte Ruhestörung auf dem Spielplatz

Wie berichtet, geben Anliegerbeschwerden aus dem Umfeld der Hochhäuser beziehungsweise des Spielplatzes über späte Ruhestörung Anlass, die Situation eingehender zu betrachten. Die Gemeinde hat angekündigt, den Spielplatz besser einzufrieden und nachts zu verschließen, wie es an anderen Stellen geschieht. Die Bauabteilung hat mittlerweile den Zaunbau in Auftrag gegeben.

Der SPD-Fraktion genügt diese Herangehensweise nicht. Sie hat angekündigt, ihre Forderung nach einer sozialarbeiterischen Betreuung des Quartiers mit einem Antrag zu präzisieren.

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