Selbsttests in Schulen

Bönener Schulen warten noch auf das Testmaterial

Schülerhand, Tisch, Corona-Test
+
Eine Schülerin träufelt in einem Klassenraum eine Lösung auf einen SARS-CoV-2-Antigentest. Der Selbsttest soll jetzt auch an Bönener Schulen durchgeführt werden.

Bönen - Schon wieder eine neue Herausforderung für die Schulen: In wenigen Tagen müssen sie jetzt die Selbsttests der Schüler vorbereiten. Angesichts steigender Inzidenzzahlen sollen die für mehr Sicherheit sorgen. Wie bereiten sich die Bergkamener Schulen auf die aktuelle Weisung des Schulministeriums in Düsseldorf vor?

Wir fragten beim Marie-Curie-Gymnasium und der Humboldt-Realschule nach. Beide Schulen warten noch auf die Lieferung der Testkits.

„Das Testmaterial ist auf dem Weg“, meldet Guido Bläsing, stellvertretender Schulleiter der Humboldt-Realschule Bönen. „Allerdings wissen wir nicht genau, wann es eintrifft.“ DHL liefert für die Landesregierung die Pakete mit den Testsets an die Schulen aus und hatte der Bönener Realschule per Mail angekündigt, dass zwei Pakete unterwegs seien. Konrektor Guido Bläsing rechnet mit der Ankunft im Laufe der Woche.

Zumindest ein Test vor den Osterferien

Jeder Schüler soll damit mindestens einen Test pro Woche machen können. Ob es organisatorisch möglich sein wird, noch in dieser Woche am Freitag den ersten Test durchzuführen, sei fraglich. Ansonsten gebe es vor den Osterferien zumindest einen Selbsttest, denn am 26. März ist bereits der letzte Schultag vor den Ferien.

Bevor die Testungen an der Schule starten können, müssen noch die Eltern informiert werden. „Zustimmen müssen die Eltern nicht, der Test ist absolut freiwillig, aber sie können die Testung für ihr Kind ablehnen und Widerspruch einlegen“, erläutert Guido Bläsing das Prozedere. „Wir hoffen aber, dass das niemand tut.“

„Solange der Test nicht vorliegt, können wir noch gar nicht genau sagen, in welcher Form er durchgeführt werden muss. Das findet im Unterricht statt, die Probenabnahme müssen die Schüler selbst durchführen. Sollte es sich tatsächlich um den Test handeln, bei dem man mit einem Stäbchen eine Probe aus der Nase entnehmen muss, kommt das für mich bei den jüngeren Schülern nicht in Frage. Die müssten dann eine Probe im Rachenraum entnehmen. Dann stellt sich die Frage, wie exakt machen sie das, damit die Probe auch aussagekräftig ist“, sagt Bläsing.

Selbsttests bergen auch ein Risiko

Der Selbsttest soll zu Beginn der Stunde im Klassenraum stattfinden, dabei müssen die Masken abgenommen werden – hier herrscht dann auch ein erhöhtes Infektionsrisiko. Dann dauert es 30 Minuten, bis das Ergebnis angezeigt wird. Das heißt, am Ende der Stunde wird angezeigt, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist. „Ist der Test nicht aussagekräftig, dann soll der Schüler noch einen Test machen können am gleichen Tag, ist er positiv, würden wir die Eltern bitten, einen aussagekräftigen PCR-Test beim Haus- oder Kinderarzt zu machen. Da gibt es eine gewisse Fehlerquote. Es kann sein, dass sich herausstellt, dass es sich um falschen Alarm handelt“, so Bläsing.

„Ältere Schüler werden mit einem positiven Testergebnis wahrscheinlich besser umgehen können als jüngere Schüler. Da müssen wir sehen, dass wir die positiv Getesteten betreuen und beruhigen, damit erst gar keine Panik entsteht. Obwohl sich alle Schüler an die AHA-Regeln halten, brav ihre Masken tragen, Abstände einhalten und regelmäßig lüften, entsteht dennoch die Sorge, sich auch infiziert zu haben“, weiß Bläsing. „Es ist ein hoher Preis, den wir zahlen, um wieder Präsenzunterricht zu machen“, bringt es Guido Bläsing auf den Punkt.

Test am MCG erst in der kommenden Woche

Auch am Marie-Curie-Gymnasium wartet die kommissarische Schulleiterin Bianca Giese noch auf das Paket mit den Testmaterialien. Bis dahin müssen zunächst die Eltern informiert werden. Sobald die Testkits ankommen, müssen die Lehrer die Schüler unterrichten, wie der Test durchgeführt wird. Sie rechnet damit, dass erst in der kommenden Woche getestet wird. „Man muss damit rechnen, dass wir auch positive Kandidaten haben, aber ich rechne nicht mit allzu vielen.“ Wäre es nicht sinnvoll gewesen, nach den Ferien in Ruhe die Tests vorzubereiten? „Der Test vor den Ferien bringt uns nicht viel, aber wir können schon schauen, wo es noch hakt, insofern ist es ganz sinnvoll. Wir mussten in letzter Zeit so viele Sachen kurzfristig umsetzen, da kommt es auf die Tests jetzt auch nicht mehr an.“

Die Gemeinde Bönen als Schulträgerin sei bei der Vorbereitung der Selbsttests nicht beteiligt. „Die Schulen werden direkt vom Schulministerium in Düsseldorf informiert“, so Jörg-Andreas Otte, der zuständige Fachbereichsleiter. „Wir sind lediglich beteiligt an der Entsorgung der gebrauchten Testkits. Wir stellen den Bönener Schulen zusätzliche Müllsäcke zur Verfügung, die dann in den Restmüll gehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare